de.wedoany.com-Bericht: Die Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority (LA Metro) hat ein 22 Kilometer langes, vollautomatisches U-Bahn-Projekt genehmigt. Die Strecke verläuft entlang des Sepulveda-Korridors, einer der verkehrsreichsten Gegenden im Los Angeles County. Die geschätzten Kosten des Projekts belaufen sich auf 24 Milliarden US-Dollar.
Diese U-Bahn wird vollautomatisch betrieben, ohne Fahrer im Zug. Die Züge werden von fortschrittlichen digitalen und computergestützten Systemen gesteuert, die Geschwindigkeit, Zugabstände und Halte an den Stationen regeln. Diese Technologie wird bereits in zahlreichen Städten weltweit eingesetzt und ermöglicht eine höhere Pünktlichkeit, Sicherheitsstandards und Taktfrequenz. Laut Schätzungen von LA Metro verkehren die Züge in der Hauptverkehrszeit alle zweieinhalb Minuten, mit einer prognostizierten täglichen Fahrgastzahl von über 120.000. Die Strecke wird im Single-Bore-Tunnel-Verfahren gebaut, um die Auswirkungen auf die Oberfläche während der Bauarbeiten zu minimieren.
Das Hauptziel des Projekts ist die Entlastung der Straßenverkehrsstaus in diesem Korridor. Zu den erwarteten Vorteilen gehören die Verlagerung des Autoverkehrs auf den öffentlichen Nahverkehr, wodurch Schadstoffemissionen reduziert, die Luftqualität verbessert und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Ray Sosa, Chief Planning Officer von LA Metro, erklärte in einem Meinungsbeitrag für die Los Angeles Times, dass die Investition gerechtfertigt sei, da sie den Menschen helfe, Staus zu vermeiden, und ein großartiges öffentliches Verkehrssystem zu einer großartigen Stadt beitrage. Das Projekt fand während der öffentlichen Konsultationen breite Zustimmung und erhielt Unterstützung von politischen Führungskräften des Bezirks. Die vorläufige Umweltprüfung wurde bereits im letzten Jahr abgeschlossen.
Die vollautomatische U-Bahn wird von fortschrittlichen digitalen Systemen gesteuert und nutzt die Communication-Based Train Control (CBTC)-Technologie, die der Stufe GoA4, der höchsten Automatisierungsstufe, entspricht. Bis Januar 2026 verkehren vollautomatische U-Bahnen in Dutzenden von Städten weltweit. Die rote und blaue Linie in Dubai sind seit 2009 in Betrieb, das vollautomatische U-Bahn-Netz umfasst dort über 75 Kilometer. Die Linien 1 und 14 in Paris sind vollständig automatisiert und haben eine Gesamtlänge von über 50 Kilometern, während das Grand Paris Express-Projekt plant, bis 2030 über 200 Kilometer fahrerlose Strecken hinzuzufügen.
Zu den repräsentativen Beispielen in Italien gehören: die M5-Linie in Mailand, die seit 2013 in Betrieb ist, und die vollautomatische M4-Linie, die den Flughafen Linate mit dem Stadtzentrum verbindet und zwischen 2023 und 2025 schrittweise in Betrieb genommen wurde; die C-Linie in Rom mit 109 Meter langen Zügen, die pro Stunde und Richtung bis zu 24.000 Fahrgäste befördern kann; die vollautomatische U-Bahn in Brescia, die seit 2013 vollständig in Betrieb ist; und Turin, das das VAL208-System nutzt, eines der ersten vollautomatischen Systeme in Europa. Barcelona führte zwischen 2009 und 2016 die Linien L9, L10 und L11 ein. Budapest automatisierte die M4-Linie. In Bangkok verkehren die gelbe und die rosa MRT-Linie, und das fahrerlose SkyTrain-Netz in Vancouver umfasst über 80 Kilometer. Die Sydney Metro expandiert rasant mit dem Ziel, bis Jahresende 100 Kilometer automatisierte Strecken zu erreichen.
Aus industrieller Sicht liefern Konzerne wie Hitachi Rail Züge für mehrere wichtige Strecken in Italien. In Istanbul, Taipeh und São Paulo sind neue Erweiterungen im Gange, und das Glasgow-Projekt zielt darauf ab, die gesamte U-Bahn in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu automatisieren. Laut Branchenbetreibern können fahrerlose U-Bahnen die Betriebskosten um 20 bis 30 Prozent senken und gleichzeitig eine höhere Taktfrequenz und pünktlichere Fahrten gewährleisten.
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