de.wedoany.com-Bericht: Die AD Ports Group übernimmt den brasilianischen Betreiber von Agrarschüttgutterminals Corredor Logistica e Infraestrutura (CLI) für 835 Millionen US-Dollar (etwa 3,1 Milliarden VAE-Dirham) und tritt damit in den brasilianischen Markt ein, wie aus einer Offenlegungsdatei hervorgeht.

Die Transaktion soll im zweiten Halbjahr dieses Jahres abgeschlossen werden. Nach Abschluss der Übernahme erhält AD Ports die Kontrolle über zwei der wichtigsten Exporttore für brasilianische Agrarprodukte. Zu den Vermögenswerten von CLI gehören sämtliche Anteile an CLI Norte im Hafen von Itaqui sowie 80 % der Anteile an CLI Sul im Hafen von Santos. CLI Norte ist ein wichtiges Getreideexporttor im Logistikkorridor „Arc of the North" Brasiliens, während CLI Sul das größte Zuckerexportterminal Brasiliens ist und auch Mais und Sojabohnen umschlägt.
Die Region umfasst den Norden Brasiliens und das Amazonasbecken und hat sich zu einem der am schnellsten wachsenden Exportkorridore Brasiliens entwickelt, da landwirtschaftliche Erzeuger kürzere und effizientere Transportwege zu den internationalen Märkten suchen.
AD Ports war zuvor über seine Tochtergesellschaft Noatum in Lateinamerika logistisch tätig, mit Aktivitäten in Argentinien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru. Mit der Übernahme von CLI erwirbt das Unternehmen erstmals Eigentum an strategischer Hafeninfrastruktur in Brasilien.
Brasilien ist der weltweit größte Zuckerexporteur und ein wichtiger Lieferant von Mais, Sojabohnen und Getreide. Mit dieser Übernahme sichert sich AD Ports einen Fußabdruck in einem der wichtigsten Agrarmärkte der Welt, stärkt seine Strategie zum Aufbau eines durchgängigen Logistiknetzwerks und spielt eine bedeutendere Rolle im globalen Rohstoffhandel.
AD Ports ist nicht das erste Unternehmen aus den VAE, das in den brasilianischen Markt eintritt. DP World hatte im März letzten Jahres durch eine langfristige Vereinbarung mit Maersk seine Aktivitäten im Hafen von Santos ausgeweitet und plant, die jährliche Kapazität seines brasilianischen Terminals bis Ende 2027 von 1,4 Millionen TEU auf 2,1 Millionen TEU zu erhöhen. DP World arbeitet außerdem mit dem Eisenbahnbetreiber Rumo an der Entwicklung neuer Getreide- und Düngemittelterminals.
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