Vier französische Unternehmen entwickeln gemeinsames SAF-Projekt mit einer Jahreskapazität von 160.000 Tonnen
2026-06-10 08:49
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de.wedoany.com-Bericht: Technip Energies, Airbus, Safran und Tereos haben eine Vereinbarung zur Gründung des Joint Ventures Rebound unterzeichnet, das im Hafen von Dünkirchen in Nordfrankreich ein groß angelegtes Produktionsprojekt für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) entwickeln soll.

Bild: Honeywell-Divyulgação

Das Projekt nutzt die Alcohol-to-Jet (AtJ)-Technologie und ist für eine Jahreskapazität von rund 160.000 Tonnen SAF ausgelegt. Es wird zu den größten Anlagen dieser Art in Europa gehören und soll zur europäischen Energiesouveränität beitragen. Gemäß der Vereinbarung verpflichten sich die Partner, die Entwicklungsphase des Projekts zu finanzieren, einschließlich technischer Studien und anderer notwendiger Aktivitäten, um die endgültige Investitionsentscheidung (FID) voranzutreiben.

Flugkraftstoff gilt als das wichtigste Mittel zur Dekarbonisierung der Luftfahrt. Die EU-Verordnung „RefuelEU Aviation" legt Beimischungsziele für SAF fest: 6 % bis 2030 und 70 % bis 2050, was zwischen 2030 und 2050 zu einem achtfachen Nachfragewachstum führen wird. Unter den bestehenden Produktionswegen gilt Alcohol-to-Jet (AtJ) als skalierbare und kosteneffiziente Option, die fortschrittliches Ethanol aus land- und forstwirtschaftlichen Abfällen in einen gebrauchsfertigen Kraftstoff umwandelt, der direkt mit herkömmlichem Flugzeugkerosin gemischt und in bestehenden Triebwerken und Flugzeugen eingesetzt werden kann.

In der Entwicklungsphase des Projekts wird Technip Energies als führender Entwickler und Ingenieurdienstleister fungieren und seine Expertise bei der Skalierung von Technologien und der Durchführung komplexer Projekte einbringen. Airbus und Safran, als globale Spitzenreiter der Luft- und Raumfahrt, werden als Branchenpartner, Verkaufsförderer und potenzielle SAF-Käufer teilnehmen. Die französische Agrargenossenschaft Tereos, ein führender europäischer Ethanolproduzent, soll das benötigte fortschrittliche Ethanol für das Projekt bereitstellen und beschaffen. Die vier Partner decken die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstoffversorgung bis zur Endnutzung in der Luftfahrt ab.

Das Projekt hat bereits einen wichtigen Fortschritt erzielt: Der Hafen von Dünkirchen hat Technip Energies ein Industriegelände in Nordfrankreich zugewiesen. Nach der Gründung des Joint Ventures wird dieses Grundstück Rebound logistische Vorteile bei der Rohstoff- und Produktanlieferung sowie vereinfachte Genehmigungsverfahren bieten. Zu den nächsten Schritten gehören: Auswahl des Technologielizenzgebers, Durchführung von Lizenzierungsaktivitäten, Start der Vor-Front-End-Engineering-Design-Studie (Pre-FEED) und des Front-End-Engineering-Design (FEED), Abschluss von Rohstoffversorgungs- und SAF-Kaufverträgen sowie die Sicherung der Finanzierung für den Anlagenbau.

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