de.wedoany.com-Bericht: Der brasilianische Verkehrsminister George Santoro erklärte am Dienstag (9.), dass die portugiesische Baufirma Mota-Engil auf die Genehmigung der Nationalen Landverkehrsbehörde (ANTT) warte, um die Konzession für den Abschnitt Fiol 1 der Eisenbahn zur Integration von Ost und West zu übernehmen. Dieser Streckenabschnitt wird derzeit von der Firma Bamin betrieben, die jedoch vertragswidrige Verzögerungen bei den Bauarbeiten zu verzeichnen hat. Zu den Aktionären der interessierten portugiesischen Baufirma gehört die China Communications Construction Company (CCCC).

Santoro zufolge verlaufe das Genehmigungsverfahren der Aufsichtsbehörde „gut", und er gehe davon aus, dass die Zusatzvereinbarung mit dem neuen Unternehmen noch vor August unterzeichnet werde. Die Bauarbeiten sollen 2026 wieder aufgenommen werden, die Fertigstellung des Streckenabschnitts ist für 2033 vorgesehen. Nach Angaben des Ministers seien Investitionen in Höhe von rund 7 Milliarden Brasilianischen Real vorgesehen, die auch für die Entwicklung des Südhafens (Porto Sul) in Ilhéus, Bahia (BA), verwendet werden sollen.
Im Januar dieses Jahres hatte das Verkehrsministerium den endgültigen Plan für die Fico-Fiol-Konzession, den Eisenbahnkorridor von Ost nach West, fertiggestellt und der ANTT zur Modellierung vorgelegt. Nach Abschluss der Analyse durch die Aufsichtsbehörde wird das Verfahren dem Bundesrechnungshof (TCU) vorgelegt. Der Plan folgt der Struktur, die im vergangenen Jahr während der öffentlichen Konsultation vorgestellt wurde, schließt jedoch den Abschnitt Fiol 1 aus.
„In diesem Jahr wird eine der acht Eisenbahnversteigerungen der Korridor Fiol 2 bis Fico 2 (Eisenbahn zur Integration der Mitte-West-Region) sein. Wir haben bei Fiol 2 mehr als 200 Kilometer freigegeben, die aufgrund von Umweltauflagen blockiert waren, und werden ihn auf den Markt bringen", ergänzte Santoro. Ihm zufolge wird die Fertigstellung des gesamten Korridors zwischen 2037 und 2038 erwartet.
Die finanzielle Machbarkeit der gesamten Strecke sowie die Unsicherheiten beim Bau bestimmter Abschnitte bleiben jedoch ein zentrales Anliegen des Privatsektors. Der Korridor setzt sich aus einem Flickenteppich von Eisenbahnnetzen in unterschiedlichen Bauphasen zusammen und ist von der Lösung der Probleme bei Fiol 1 und dem Hafen von Ilhéus abhängig. Der Hafen von Ilhéus, ein als komplex geltendes Privatprojekt, könnte die Attraktivität des künftigen Eisenbahnnetzes beeinträchtigen, falls er nicht realisiert wird.
Die Modellierung des Fico-Fiol-Korridors sieht vier Abschnitte vor. Fiol 2 erstreckt sich von Caetité nach Barreiras (BA) über fast 500 Kilometer und wird von der Bundesregierung gebaut. Nach dem Basisszenario der öffentlichen Konsultation soll nach Fertigstellung dieses Abschnitts durch den Konzessionär der Betrieb und die Umsetzung von Fiol 3 (Verlängerung bis Mara Rosa (GO), fast 900 Kilometer) ausgelöst werden.
Von Mara Rosa aus führt Fico 1 (Eisenbahn zur Integration der Mitte-West-Region) über 364 Kilometer nach Água Boa (MT). Der Korridor setzt sich bis Lucas do Rio Verde (MT) fort und umfasst den Abschnitt Fico 2. Dieser letzte Abschnitt soll im Projekt als nicht verpflichtende Investition für die künftige Konzession gelten, vorbehaltlich einer Vereinbarung zwischen der Regierung und dem Betreiber. Das Verkehrsministerium hatte erwogen, den Abschnitt von Ilhéus (BA) nach Caetité in die künftige Konzession einzubeziehen, legte diesen Plan jedoch auf Eis, nachdem ein möglicher Verkauf der Betriebsrechte durch das bestehende Unternehmen absehbar war.
Nach der vollständigen Inbetriebnahme wird die Eisenbahn es ermöglichen, Güter über die Anbindung an die Zentralatlantik-Eisenbahn (FCA) oder die Nord-Süd-Eisenbahn (FNS) zu mindestens fünf bestehenden Häfen zu transportieren – Itaqui (MA), Aratu (BA), Vitória (ES), Rio de Janeiro (RJ) und Santos (SP) – zusätzlich zum geplanten Hafen von Ilhéus.
In der Sendung „Bom Dia, Ministro" an diesem Dienstag (9.) kündigte Santoro vorab an, dass die Regierung am Donnerstag (11.) auf der Veranstaltung „Neue Wege auf der Schiene: Die Zukunft der brasilianischen Eisenbahn" in der B3-Arena in São Paulo über die Nationale Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (BNDES) eine neue, speziell auf die Eisenbahnbranche zugeschnittene Finanzierungslinie bekannt geben werde. „Wir arbeiten an einer ganz besonderen Finanzierungslinie mit langen Laufzeiten, die neue europäische und chinesische Investoren für Projekte in Brasilien gewinnen sollte", betonte er.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









