Serbien schließt Verhandlungen mit Ungarns MOL über Aktionärsvereinbarung für NIS ab
2026-06-11 13:46
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de.wedoany.com-Bericht: Am Mittwoch schloss Serbien die Verhandlungen mit dem größten ungarischen Öl- und Gaskonzern MOL über eine Aktionärsvereinbarung für die Minderheitsbeteiligung an der russischen, von US-Sanktionen betroffenen serbischen Staatsölgesellschaft NIS (NIS Oil & Gas) ab. Dies gab die serbische Energieministerin Dubravka Djedovic Handanovic auf Instagram bekannt.

Die Übernahmegespräche von MOL mit den Mehrheitseigentümern von NIS – der russischen Gazprom und Gazprom (mit Anteilen von 44,9 % bzw. 11,3 %) – sind unabhängig von den Beziehungen zwischen MOL und der serbischen Regierung, die 29,9 % der NIS-Aktien hält. Djedovic Handanovic erklärte in einem Instagram-Beitrag, dass man sich am selben Tag mit MOL in allen Punkten geeinigt und einen Kompromiss bei der Aktionärsvereinbarung zwischen der Republik Serbien und MOL erzielt habe. Das US-Finanzministerium (OFAC) hatte NIS im Oktober letzten Jahres mit Sanktionen belegt, die eine Veräußerung der russischen Anteile an dem Unternehmen und die Beantragung einer vorübergehenden Betriebsgenehmigung für den Import und die Verarbeitung von Rohöl durch NIS vorschreiben.

MOL unterzeichnete im Januar mit Washington eine Vereinbarung zum Kauf der gemeinsamen Anteile von Gazprom Neft und Gazprom (Gazprom-Neft-Gazprom). OFAC setzte den betroffenen russischen Unternehmen eine Frist bis zum 16. Juni für den Abschluss der Transaktion. Sollte OFAC das Geschäft genehmigen, wird MOL seine 56,15 %-Beteiligung an NIS an Gazprom Neft verkaufen. Djedovic Handanovic erklärte, dieser Schritt werde dem Staat größere Rechte bei der Entscheidungsfindung oder der Verhinderung wichtiger Entscheidungen einräumen. Sie verriet zudem, dass ungarische Beamte zugesagt hätten, die serbische NIS-Raffinerie mit der gleichen Kapazität wie in den vier Jahren vor den Sanktionen weiterzubetreiben.

Die NIS-Raffinerie in Pančevo bei Belgrad hat eine jährliche Verarbeitungskapazität von 4,8 Millionen Tonnen Rohöl.

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