de.wedoany.com-Bericht: Nach Abschluss eines 23 Millionen Pfund teuren Modernisierungsprojekts ist der Zugverkehr durch den Severn Tunnel wieder aufgenommen worden. Die von Network Rail durchgeführte Modernisierung zielt darauf ab, die Zuverlässigkeit dieser wichtigen grenzüberschreitenden Eisenbahnverbindung zwischen Südwales und England zu verbessern.
Der 7 Kilometer lange Severn Tunnel ist eine der anspruchsvollsten Umgebungen im britischen Schienennetz. Die einzigartige Kombination aus Meerwasser und Feuchtigkeit führt langfristig zu bimetallischer Korrosion (beschleunigter Abbau verschiedener Metalle unter feuchten, salzhaltigen Bedingungen), was den Verschleiß der Oberleitungsanlagen verstärkt. Aus diesem Grund hat Network Rail ein speziell auf die rauen Bedingungen im Tunnel abgestimmtes Oberleitungssystem entwickelt.
Die Modernisierungsarbeiten begannen am 23. Mai und wurden am 9. Juni mit der Wiedereröffnung der Bahnstrecke nach 16 Tagen abgeschlossen. Während dieser Zeit waren rund 250 Ingenieure von Network Rail und seinem Auftragnehmer ARQ (einem Konsortium aus AmcoGiffen, REL und QTS) rund um die Uhr im Einsatz. Zu den Kernarbeiten gehörten der Austausch von 838 Oberleitungsauslegern, die Installation von 14.000 Metern neuer Kabel sowie der Rückbau und Austausch von 7.200 Metern alter Anlagen im Tunnel. Darüber hinaus installierte das Team über 7 Kilometer einzelne Kupferfahrdrähte, die mit verbesserten Auslegerarmen gestützt werden.



Nick Millington, Leiter der Strecke Wales & Borders bei Network Rail, erklärte, dass nach erfolgreichen Tests im letzten Jahr nun eine weltweit erstmalige technische Lösung in großem Maßstab umgesetzt wurde. Diese Lösung, die verbesserte Auslegerarme und durchgehende Kupferfahrdrähte verwendet, zielt darauf ab, eine widerstandsfähigere und zuverlässigere Eisenbahnstruktur zu schaffen und gleichzeitig den zukünftigen Wartungsbedarf zu reduzieren. Vinny O'Holloran, Betriebsleiter von ARQ, würdigte die Widerstandsfähigkeit, das Können und die Professionalität des 250-köpfigen Ingenieurteams, das unter extremer Hitze und den besonderen Herausforderungen des Tunnels diese entscheidenden Arbeiten sicher und effizient durchgeführt habe.
Das Schließen der Bahnstrecke wurde auch genutzt, um zwischen Patchway und Pilning im Raum Bristol eine Reihe weiterer wichtiger Verbesserungen durchzuführen. Dazu gehörten umfangreiche Entwässerungsarbeiten mit dem Austausch von fast 200 Metern Rohrleitungen, der Sanierung von weiteren 700 Metern Rohrleitungen und der Modernisierung von 18 Kontrollschächten sowie die Erneuerung von über 1,5 Kilometern Gleisen. Diese Modernisierung wird dazu beitragen, die Zuverlässigkeit der Personen- und Güterverkehrsdienste durch den Tunnel zu verbessern und die wichtige Eisenbahnverbindung zwischen Südwales und England für viele Jahre zu stärken.

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