US-amerikanisches KI-Startup Prometheus schließt Serie-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar ab
2026-06-12 09:50
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de.wedoany.com-Bericht: Das von Amazon-Gründer Jeff Bezos mitgeführte Künstliche-Intelligenz-Startup Prometheus Inc. hat eine Finanzierung in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.

Diese Serie-B-Runde bewertet das Unternehmen mit 41 Milliarden US-Dollar. Zu den Investoren zählen Bezos, JPMorgan, BlackRock, Goldman Sachs, DST Global und Arch Venture Partners. Prometheus hatte zuvor bereits 6,1 Milliarden US-Dollar eingesammelt und trug früher den Namen Project Prometheus.

Bezos gründete das Unternehmen im vergangenen November gemeinsam mit Vik Bajaj, Mitbegründer der Life-Sciences-Sparte Verily von Alphabet. Die beiden fungieren gemeinsam als Co-CEOs. Sie teilten CNBC heute mit, dass Prometheus an einer Reihe von KI-Tools arbeite, die die Hardwareentwicklung beschleunigen sollen. In einem Interview mit Axios sagte Bezos, er erwarte, dass die Software die Arbeitsabläufe in der Technik um das Zehnfache oder mehr beschleunigen könne.

Das Unternehmen priorisiert breite Anwendungsszenarien; seine Software kann für das Design von Robotern, Düsentriebwerken und Medikamenten eingesetzt werden. Bezos sagte gegenüber Axios, die Technologie könne auch Cloud-Betreibern helfen, ihre Rechenzentren zu verbessern, und deutete an, dass die Tools in der Lage sein werden, Aufgaben bei der Chipentwicklung zu automatisieren.

Das Unternehmen plant, sich auf die Prototypenentwicklung und die Kleinserien-Vorserienphase von Ingenieurprojekten zu konzentrieren, hat jedoch noch nicht bekannt gegeben, wie genau diese Aufgaben beschleunigt werden sollen.

Bereits auf dem Markt befindliche KI-Engineering-Tools beschleunigen die Prototypenerstellung, indem sie es Benutzern ermöglichen, schnell mehrere Versionen eines Produktdesigns zu generieren. Einige Startups wie PhysicsX Ltd. automatisieren zudem die Simulationsphase von Prototypenprojekten, bei der KI-generierte Designvarianten in Simulationen getestet werden, um die optimale Lösung zu ermitteln.

Simulationen nutzen partielle Differentialgleichungen (eine zur Beschreibung physikalischer Phänomene geeignete Funktion), um die reale Welt nachzubilden. Derartige Funktionen erfordern umfangreiche Hardware-Ressourcen. KI-Engineering-Tools verwenden Algorithmen, die als neuronale Operatoren bezeichnet werden, um Berechnungen zu beschleunigen. Diese Algorithmen sind speziell für die Lösung von Gleichungen optimiert.

Ein weiterer Schwerpunkt von Prometheus liegt auf der Optimierung der Kleinserien-Vorserienphase, in der Prototypen in kleinen Stückzagen, häufig mittels 3D-Druckern, gefertigt werden. Die Software soll in der Lage sein, die Ausrüstung für die Kleinserienfertigung zu optimieren.

Das Unternehmen steht nicht nur im Wettbewerb mit Startups wie PhysicsX, sondern auch mit etablierteren Akteuren. Autodesk Inc., Synopsys Inc. und Cadence Design Systems Inc. haben KI-Funktionen in ihre Engineering-Anwendungen integriert, die nicht nur Prototypen-Workflows automatisieren, sondern auch andere Aufgaben wie die Überprüfung von Komponentendesigns auf Einhaltung relevanter Vorschriften übernehmen.

Berichten zufolge wird Prometheus den Großteil der 12 Milliarden US-Dollar aus der Finanzierungsrunde für den Kauf von Rechen-infrastruktur verwenden, möglicherweise aber auch weitere Übernahmen tätigen. Im vergangenen Jahr übernahm das Unternehmen ein Startup namens General Agents Inc., das KI-Agenten entwickelt hatte, die für mehrstufige Computeraufgaben optimiert sind.

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