de.wedoany.com-Bericht: Molly Beerman, Finanzvorständin der Alcoa Corporation, erklärte, dass die Auslieferungen der Pinjarra-Aluminiumoxidraffinerie in Westaustralien im zweiten Quartal voraussichtlich um etwa 120.000 Tonnen gegenüber dem ersten Quartal zurückgehen werden, bedingt durch den Zyklon Narelle, der Australien im März heimgesucht hatte.
Beerman erläuterte am Mittwoch auf der Wells Fargo Industrials & Materials Conference in Chicago, dass der Zyklon im März die Versorgung der Pinjarra-Raffinerie mit Flüssigerdgas unterbrochen habe. Die Anlage mit einer Jahreskapazität von 4,7 Millionen Tonnen verzeichnete dadurch im zweiten Quartal zusätzliche Produktionskosten in Höhe von 30 Millionen US-Dollar.
Aufgrund des Konflikts im Nahen Osten rechnet Alcoa im laufenden Quartal zudem mit zusätzlichen Brennstoffkosten von 15 Millionen US-Dollar für die Aluminiumoxidraffinerie in São Luís, Brasilien. Die Raffinerie in São Luís bleibt zwar profitabel, doch das gesamte Aluminiumoxidgeschäft des Unternehmens steht unter erheblichem Druck. Die Raffinerie in Westaustralien steht aufgrund niedriger Aluminiumoxidpreise und minderwertiger Bauxitqualität vor großen Herausforderungen. Beerman zufolge wird der gesamte Sektor in Schwierigkeiten geraten.
Beerman verriet außerdem, dass einige Aluminiumschmelzkunden im Nahen Osten aufgrund des Krieges in ihrer Produktion eingeschränkt seien. Alcoa helfe diesen Kunden, einen Teil ihrer vertraglich vereinbarten Aluminiumoxidlieferungen umzuleiten, hauptsächlich auf den chinesischen Markt.
Die Aktie von Alcoa fiel am Mittwoch um 9,5 % und schloss bei 65,55 US-Dollar.
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