de.wedoany.com-Bericht: Das Lithium-Explorationsprojekt „Don Luis y Otro“ in der argentinischen Provinz Mendoza hat im Senat eine Genehmigung für die Umweltverträglichkeitserklärung (DIA) erhalten. Das Projekt zielt auf die Erkundung von Solen in der Region Salinas del Diamante zwischen San Rafael und Malargüe ab und stellt einen der ersten konkreten Versuche dar, Mendoza in die argentinische Lithium-Landkarte einzubeziehen, obwohl es sich außerhalb der traditionellen Becken im Nordwesten Argentiniens (NOA) befindet.
Das Projekt umfasst eine Fläche von 234.256,5 Hektar in einem Endorheischen Becken mit Evaporitablagerungen. Ziel der Exploration ist es, durch geophysikalische Untersuchungen und künftige Tiefbohrungen die Lithiumkonzentrationen im unterirdischen Grundwasserleiter zu identifizieren. In einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Umwelt, Kohlenwasserstoffe sowie Gesetzgebung und Verfassungsangelegenheiten des Senats wurde nach Prüfung der technischen und umweltbezogenen Unterlagen des Projekts ein positives Votum abgegeben. Mit dieser Genehmigung kann die Initiative nun in die Abstimmungsphase im Plenum des Senats eintreten, die darüber entscheidet, ob Mendoza offiziell die Explorationsaktivitäten für das Lithiumprojekt genehmigt.
Dieser gesetzgeberische Schritt ist ein Meilenstein für den lokalen Bergbausektor, da das Projekt darauf abzielt, die Sole-Exploration außerhalb der traditionellen NOA-Becken im Rahmen des durch das Gesetz Nr. 7.722 geschaffenen Regulierungsrahmens zu entwickeln. Das Projekt wird von Ampere Lithium und El Jarillar S.A. vorangetrieben, die durch den Erwerb weiterer Bergbaurechte im Jahr 2025 die Projektfläche auf Malargüe ausdehnten und damit eines der größten Lithium-Explorationsflächenportfolios in Mendozas konsolidierten.
Die technische Strategie des Projekts sieht eine erste Explorationsphase auf Basis der Magnetotellurik vor, einer geophysikalischen Methode zur Messung des spezifischen Widerstands im Untergrund und zur Identifizierung potenzieller tiefer Salzwasserreservoire. Diese Methode hilft, Explorationsziele vor der Bohrphase zu bestimmen. Je nach den Ergebnissen der ersten geophysikalischen Phase können die Bohrtiefen laut technischem Plan zwischen 90 und 600 Metern liegen. Das Projekt befindet sich in der Region Salinas del Diamante, einem Evaporitsystem, dessen Explorationshypothese auf dem Vorhandensein lithiumhaltiger Solen basiert. Anders als die traditionellen metallhaltigen Projekte in Mendoza ähnelt das geologische Modell von „Don Luis y Otro“ dem vorherrschenden Explorationsstil im Nordwesten Argentiniens. Im Rahmen des technischen Ansatzes des Unternehmens könnten in künftigen Phasen auch Verfahren der direkten Lithiumextraktion (DLE) eingesetzt werden, eine Behandlungsmethode, die darauf abzielt, Lithium aus Solen zurückzugewinnen und gleichzeitig den Bedarf an großen Verdunstungsbecken zu reduzieren, wodurch der physische Fußabdruck des Projekts verkleinert und die Lithiumrückgewinnungszeit verkürzt wird.
Der gesetzgeberische Fortschritt markiert auch den offiziellen Eintritt von „Mendoza-Lithium“ in den durch das Gesetz Nr. 7.722 geschaffenen institutionellen Rahmen. Die Umweltverträglichkeitserklärung wurde bereits von der Bergbaubehörde und der Umweltmanagement- und Überwachungsbehörde genehmigt, bedarf jedoch noch der gesetzgeberischen Zustimmung, um vollständig in Kraft zu treten. Vor der Einreichung beim Senat durchlief das Projekt einen technischen, umweltbezogenen und institutionellen Bewertungsprozess, der die Beteiligung von Provinz-, Gemeinde- und nationalen Behörden sowie technische Feldbesuche in San Rafael und Malargüe und zwei öffentliche Anhörungen umfasste. Zu den dem Projekt auferlegten Umweltauflagen gehören die kontinuierliche Aktualisierung der Umweltbasislinie, die Überwachung von Wasser, Luft, Boden, Flora und Fauna, die Vorlage von Notfallplänen, spezifischen Branchenlizenzen, Umweltversicherungen, regelmäßigen Inspektionen sowie die Erstellung einer indigenen sozialen Basisstudie. Der von der Bergbauumweltbehörde genehmigte Rahmen sieht auch unangekündigte Inspektionen, regelmäßige Berichtspflichten, Strafen bei Verstößen und eine obligatorische zweijährliche Umweltaktualisierung vor.
Nach dem positiven Votum des Ausschusses ist „Don Luis y Otro“ nun näher daran, das erste Lithium-Explorationsprojekt in Mendoza zu werden, das das politische und umweltbezogene Genehmigungsverfahren gemäß dem Gesetz Nr. 7.722 vollständig durchlaufen hat. Die Provinz Mendoza strebt an, ihr Bergbauportfolio über Kupfer, Gold und Kalisalze hinaus zu erweitern.
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