Park QueensWay in Queens, New York, erhält 43 Millionen Dollar Zuschuss für Baubeginn
2026-06-15 16:06
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de.wedoany.com-Bericht: Im New Yorker Stadtteil Queens gibt es seit Jahren einen Streit über die Umgestaltung einer stillgelegten Eisenbahnstrecke – zwischen der Umwandlung in einen Park und der Wiederherstellung des Schienenverkehrs. Der neue Bürgermeister hat nun eine aktuelle Entscheidung getroffen. Die Gleise, die zur Rockaway Beach-Zweigstrecke der Long Island Rail Road gehören, sind seit 1962 außer Betrieb. Einige Gemeindemitglieder möchten sie in einen 3,5 Meilen langen linearen Park namens QueensWay umwandeln, während andere die Wiederherstellung des Schienenverkehrs fordern, um den Pendlerdruck zu verringern.

Travis Terry, ein Bewohner von Forest Hills in Queens, ist ein langjähriger Befürworter des QueensWay-Projekts. Seit 2011 setzt er sich dafür ein, die stillgelegte Bahnstrecke in einen etwa 3,5 Meilen langen und 47 Acres großen Park umzuwandeln. Er ist der Ansicht, dass die verlassene Strecke zu einem „Schandfleck“ geworden sei, der unter illegaler Müllentsorgung leide. Andrew Lynch hingegen schlug 2016 einen Kompromiss vor, der sowohl Schienenverkehr als auch Park vorsieht – QueensLink. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, die U-Bahn-Linie M zu verlängern und gleichzeitig 33 Acres neue Parkflächen zu schaffen.

Diese Kontroverse spiegelt auch die allgemeinen Schwierigkeiten anderer US-Städte bei der Wiederverwendung solcher Infrastruktur wider. Landesweit wurden bereits über 25.000 Meilen Eisenbahnstrecken in Freizeitwege umgewandelt. Der Beltline in Atlanta ist eines der bekanntesten Beispiele mit einem 22 Meilen langen Weg- und Parkring, dessen Stadtbahnpläne jedoch auf Eis gelegt wurden.

Derzeit treibt New York City mehrere große Verkehrsprojekte voran, darunter die 5,5 Milliarden Dollar teure Interborough Express, die Queens und Brooklyn verbinden soll, sowie die 7,7 Milliarden Dollar teure zweite Phase der Second Avenue Subway in Manhattan. In Queens pendeln die Bewohner häufiger mit dem Auto als in anderen Bezirken, und die Bevölkerung der Region ist nach der Pandemie stetig gewachsen.

Der amtierende Bürgermeister Zohran Mamdani hat in seinem Jahreshaushalt von 124,7 Milliarden Dollar 43 Millionen Dollar für die Förderung des QueensWay-Parkprojekts bereitgestellt. Die gemeinnützige Organisation Trust for Public Land, die QueensWay unterstützt, erklärte, das Projekt werde die Gerechtigkeit fördern, indem es vier der 20 Gemeinden mit dem geringsten Zugang zu Parks bediene. Zudem würden 28 Schulen entlang der Strecke von verbesserten Freizeitmöglichkeiten für Kinder profitieren. Die Befürworter von QueensLink zeigten sich jedoch unzufrieden mit dieser Entscheidung. Stadtbeamte erklärten, die Finanzierung des Parks schließe einen zukünftigen Bau einer U-Bahn-Linie nicht aus.

Die erste Bauphase des QueensWay soll noch in diesem Jahr beginnen und einen 5 Acres großen linearen Park umfassen. Die zweite Phase sollte ursprünglich durch einen Zuschuss von 117 Millionen Dollar aus dem Bundesprogramm „Reconnecting Communities“ finanziert werden, doch diese Mittel wurden gestrichen, nachdem der Kongress das „Big and Beautiful Act“ verabschiedet hatte.

Bei den entscheidenden Daten zu Kosten und Fahrgastzahlen gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Ein Bericht der MTA aus dem Jahr 2019 schätzte die Kosten für die QueensLink-Eisenbahnlinie auf 8,1 Milliarden Dollar, später korrigiert auf 5,9 Milliarden Dollar, mit einer täglichen Fahrgastzahl von etwa 39.000. Die MTA hielt die Kosten für hoch und die Zahl der bedienten Fahrgäste für relativ gering. Die Befürworter von QueensLink beauftragten hingegen ein Beratungsunternehmen mit einer Bewertung, die die Kosten auf etwa 3,5 Milliarden Dollar schätzte. Ein Bericht der New York University schätzte die tägliche Fahrgastzahl des Projekts auf etwa 75.000, was täglich etwa 14.800 Autos von der Straße nehmen würde. Im Vergleich dazu beziffern die Befürworter des Parkprojekts die Kosten für QueensWay auf etwa 350 Millionen Dollar.

Eric Goldwyn, Experte für die Kosten öffentlicher Verkehrsprojekte am NYU Marron Institute, ist der Ansicht, dass QueensLink die Fahrgastzahlen möglicherweise nicht drastisch steigern würde, aber die Betriebskapazität der stark frequentierten Züge entlang der Queens Boulevard verbessern könnte. Er wies darauf hin, dass QueensLink ursprünglich ein Projekt zur Koordinierung von Schiene und Park war, doch mit dem Fortschreiten der Vorarbeiten für QueensWay werde die Umsetzung des geplanten QueensLink-Konzepts zunehmend schwieriger.

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