Schottischer Kenoteq-Ziegel enthält über 95 % recycelte Abfälle und erhält 2025 britische Zulassung
2026-06-15 16:36
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de.wedoany.com-Bericht: Das schottische Baustoffunternehmen Kenoteq hat einen Recyclingziegel namens K Briq entwickelt, dessen Rohstoffe zu über 95 % aus Bau- und Abbruchabfällen bestehen und der ohne traditionelles Brennen im Ofen hergestellt wird. Das Produkt erhielt 2025 die britische Bauzulassung, was den Weg für den praktischen Einsatz dieses innovativen Materials ebnet.

Die K-Briq-Technologie basiert auf Forschungsergebnissen der Heriot-Watt-Universität in Großbritannien. Kenoteq hat diese Technologie kommerzialisiert und konzentriert sich auf die Entwicklung umweltfreundlicher Baustoffe. Kern des Konzepts ist es, durch eine zirkuläre Bauweise die bei Bau-, Renovierungs- und Abbrucharbeiten anfallenden Restabfälle wieder in Bauelemente umzuwandeln, anstatt sie lediglich als Müll zu entsorgen.

Der energieintensivste Schritt bei der Herstellung traditioneller Keramikziegel ist das Brennen im Ofen. K Briq verzichtet auf diesen energieaufwendigen Schritt und wird daher als kohlenstoffarme Alternative positioniert. Da Ziegel in großen Mengen im Bauwesen verwendet werden, könnte diese Produktionsweise bei einer Kommerzialisierung im großen Maßstab einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung der gesamten Kohlenstoffemissionen der Branche leisten.

Derzeit hat K Briq die erforderlichen technischen Bewertungen und Zulassungen bestanden, die sicherstellen, dass es die Anforderungen des Baumarktes in Bezug auf Festigkeit, Sicherheit und Verarbeitbarkeit erfüllt. Kenoteq arbeitet daran, das Produkt vom Labor in kommerzielle Projekte zu überführen, sodass es von Architekten, Ingenieuren und Bauunternehmen als praktisch einsetzbares Material ausgewählt werden kann.

Dieses Beispiel zeigt, wie Bauabfälle von einer zu entsorgenden Last zu einem wertvollen Rohstoff werden können. Dennoch stehen Recyclingziegel bei der Markteinführung weiterhin vor praktischen Herausforderungen wie Vertrauensaufbau, skalierbarer Produktion, Kostenkontrolle und Marktakzeptanz. Die Erfahrungen aus Schottland zeigen, dass selbst die gewöhnlichsten Bauelemente durch eine Änderung ihrer Herkunft und Herstellungsweise nachhaltiger gestaltet werden können.

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