de.wedoany.com-Bericht: Die Nippon Steel Corporation hat im Juni 2026 die vollständige Übernahme der United States Steel Corporation (U. S. Steel) abgeschlossen, die damit eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Nippon Steel wurde. Das Unternehmen plant, bis Ende 2028 Kapital in Höhe von 11 Milliarden US-Dollar in U. S. Steel zu investieren. Durch den Transfer von Betriebs-, Ausrüstungs- und Produkttechnologien wird bis 2030 eine jährliche strukturelle Effizienzsteigerung von 3 Milliarden US-Dollar angestrebt. Im März 2026 schloss Nippon Steel eine dauerhafte Refinanzierungsvereinbarung in Höhe von rund 2 Billionen Yen ab, die eine von der Japan Bank for International Cooperation angeführte kooperative Finanzierung von etwa 900 Milliarden Yen umfasst und die zuvor für die Übernahme verwendeten kurzfristigen Brückenkredite vollständig ablöste.
Die Nippon Steel Corporation mit Hauptsitz in Tokio, Japan, wurde 1970 gegründet und zählt zu den weltweit führenden Stahlherstellern. Ihr Produktportfolio umfasst Automobilstahl, Elektroband, Baustahl und Spezialstähle. Die United States Steel Corporation wurde 1901 gegründet, hat ihren Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania, USA, und war einst das größte Stahlunternehmen der USA. Die Übernahme begann im Dezember 2023 und dauerte 18 Monate. Sie durchlief einen komplexen Prozess: von der Blockade durch die Biden-Regierung aus Gründen der nationalen Sicherheit über Klagen beider Seiten bis hin zur endgültigen Genehmigung und Unterzeichnung des „National Security Agreement“ durch die Trump-Regierung im Mai 2025. Gemäß der Vereinbarung erhielt die US-Regierung eine „Goldene Aktie“, die ihr ein Vetorecht bei wichtigen Geschäftsentscheidungen wie der Schließung von Werken in den USA einräumt. U. S. Steel erklärte, dass es seine „amerikanische Identität“ bewahren werde. Im März 2026 wies ein US-Bundesbezirksgericht eine Verbraucher-Kartellrechtsklage ab, mit der versucht worden war, das 14,9 Milliarden US-Dollar schwere Geschäft zu verhindern.
Takihiko Iwai, Chief Financial Officer von Nippon Steel, erklärte, dass eine Reduzierung der Produktionskapazität von U. S. Steel nicht erforderlich sei und das Geschäft im Geschäftsjahr 2026 voraussichtlich Gewinne beisteuern werde. Das Unternehmen habe rund 100 Mitarbeiter in die USA entsandt, um bewährte Verfahren und fortschrittliche Technologien auszutauschen. Das Werk Big River 2 arbeite nahezu voll ausgelastet. Im Rahmen der betrieblichen Integration kündigte das US-Handelsministerium in Pittsburgh den Bau eines neuen Warmbandwalzwerks im Werk Mon Valley an. Im Europageschäft wird Nippon Steel die direkte Kontrolle über die U. S. Steel Košice s.r.o. (USSK) übernehmen. Das Werk wird am 1. Oktober 2026 in Nippon Steel Slovakia umbenannt und zum zentralen europäischen Drehkreuz mit einer jährlichen Rohstahlkapazität von 4,5 Millionen Tonnen. Darüber hinaus wird die hundertprozentige Tochtergesellschaft Sanyo Special Steel am 1. April 2027 in die Muttergesellschaft eingegliedert.
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