de.wedoany.com-Bericht: Eine gemeinsame Studie des National Manufacturing Institute Scotland (NMIS) zeigt, dass private 5G-Netze den Bedarf der Fertigungsindustrie an sicheren, zuverlässigen und leistungsstarken Kommunikationslösungen decken und so den Wandel hin zu datengesteuerten Produktionsumgebungen unterstützen können.
Das Projekt wurde im Digital Process Manufacturing Centre (DPMC) des NMIS in Irvine durchgeführt. Ziel war es, die tatsächliche Leistungsfähigkeit privater 5G-Infrastruktur unter Fertigungsbedingungen zu bewerten und Unternehmen, die diese Technologie einführen möchten, eine Entscheidungsgrundlage zu bieten. Die Studie wurde vom Department for Science, Innovation and Technology im Rahmen des 5G Innovation Programme in Ayrshire teilfinanziert. Zu den Partnern gehörten NMIS, Merck, North Ayrshire Council und Folk Consulting.
Um eine reale Produktionsumgebung zu simulieren, bauten die Ingenieure eine Modellfabrik auf, die auf den industriellen Prozessen von Merck basiert. Die Testplattform war mit repräsentativen Fertigungsgeräten wie Pumpen, Ventilatoren und Steuerungssystemen ausgestattet, wobei keine Echtzeit-Betriebsdaten verwendet wurden. NMIS entwickelte gemeinsam mit Folk Consulting eine Methode zur Datengenerierung, die industrielle Datenströme simulierte und die Netzlast schrittweise erhöhte, um die Leistung unter hohen Anforderungen zu bewerten.
Die Testergebnisse zeigten einen durchschnittlichen Datendurchsatz von über 97 Megabit pro Sekunde (Mbps) und Spitzenwerte von über 100 Mbps. Das Projektteam gab an, dass das Netzwerk Hunderte ähnlicher industrieller Umgebungen gleichzeitig unterstützen könne. Diese Daten belegen, dass private 5G-Technologie einen höheren Automatisierungsgrad, Echtzeitüberwachung und datengesteuerte Entscheidungen ermöglicht. Mit der zunehmenden Anzahl vernetzter Geräte, Maschinen und Prozesse in Fabriken wird die Bedeutung zuverlässiger drahtloser Kommunikation weiter steigen.
Ross Miller, leitender Ingenieur am DPMC, betonte, dass das Projekt darauf abzielte, die Diskussion über 5G von der Theorie in die Praxis zu überführen. Durch Tests in realen Industrieszenarien sollte gezeigt werden, wie privates 5G zukünftige Fertigungsumgebungen unterstützen kann, und Unternehmen sollten die potenziellen Chancen verstehen. Merck kontaktierte NMIS, um zu untersuchen, wie fortschrittliche drahtlose Konnektivität die nächste Phase seiner digitalen Transformation unterstützen könnte. Das Unternehmen betreibt bereits weltweit fortschrittliche Fertigungsanlagen und verfügt über Erfahrung mit Konnektivitätstechnologien.
Das Projekt entwickelte außerdem eine reproduzierbare Benchmarking-Methode, mit der Hersteller die Leistung ihrer privaten 5G-Systeme mit bestehenden Konnektivitätslösungen vergleichen können, bevor sie Investitionsentscheidungen treffen. Das DPMC, das von der University of Strathclyde betrieben wird und Teil des High Value Manufacturing Catapult ist, festigte damit seine Rolle als Testumgebung, in der Unternehmen neue Technologien vor einer großflächigen Einführung bewerten können.
Louise Kirk, Leiterin der Regionalwirtschaft des North Ayrshire Council, erklärte, dass das Projekt die Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen Industrie und öffentlichem Sektor zeige. Durch das Testen der 5G-Technologie in einer kontrollierten Umgebung könne das Vertrauen lokaler Unternehmen in die Technologie gestärkt und Investitionen in die Infrastruktur angezogen werden, die für die Unterstützung der nächsten Generation von Herstellern erforderlich sei. Jack Waland, 5G-Experte bei Folk Consulting, ergänzte, dass das Projekt einen praktischen Rahmen für Hersteller biete, die die Einführung von privatem 5G in Betracht ziehen.
Diese Arbeit ist Teil des Ayrshire 5G Innovation Region Programme, einem zentralen Bestandteil des umfassenderen Ayrshire Growth Deal, das darauf abzielt, die Einführung fortschrittlicher Konnektivitätstechnologien durch Infrastrukturentwicklung, Qualifizierungsprogramme und Branchenkooperationen zu beschleunigen.
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