de.wedoany.com-Bericht: Ein von der University of New South Wales (UNSW) in Australien geleitetes Forschungsprojekt untersucht Möglichkeiten zur Umrüstung bestehender Hochofentechnologien für einen Betrieb mit geringeren Kohlenstoffemissionen. Dieses Projekt könnte den Fortschritt bei der Emissionsreduktion in der australischen Stahlproduktion vorantreiben.

Das Shen Lab der UNSW leitet die Entwicklung eines innovativen Verfahrens namens „Renewable Injections-Sustainable Burdens (RISB)“, das die kurzfristige Dekarbonisierung der Hochofen-Roheisenerzeugung unterstützen soll. Die Australian Renewable Energy Agency (ARENA) hat den konkreten Fortschritt des Projekts bestätigt.
Das Projekt wurde in die „Steel Research and Development Funding Round“ von ARENA aufgenommen, die Teil des „Transformative Research Accelerating Commercialisation Program (TRAC)“ ist. Dieses Programm zielt darauf ab, Lösungen für die australische Stahlindustrie zu entwickeln und gleichzeitig den Übergang zu kohlenstoffarmen Industrieprozessen zu fördern.
Der Kern des RISB-Verfahrens besteht in der Integration von erneuerbaren Injektionsmaterialien und alternativen Einsatzstoffen in den traditionellen Hochofenbetrieb. Die Forschung muss die Emissionsreduktion in der Stahlproduktion adressieren und gleichzeitig die Nutzung der wichtigsten minderwertigen Eisenerze aus Pilbara in Australien aufrechterhalten.
ARENA ist der Ansicht, dass Investitionen in die jüngste Forschung und Entwicklung ein entscheidender Faktor für die Beschleunigung der Technologien sind, die für Australiens breiteren Übergang zu Netto-Null-Emissionen erforderlich sind. Das Projekt zielt darauf ab, ein kohlenstoffarmes Hochofen-Roheisenerzeugungsverfahren zu entwickeln und zu validieren, das unter Nutzung der bestehenden Infrastruktur implementiert werden kann, wodurch möglicherweise der Bedarf an völlig neuen Produktionssystemen reduziert wird. Die Forschung wird den Einsatz von erneuerbaren Injektionsmaterialien (einschließlich wasserstoffhaltiger Gase und biobasierter Alternativen) sowie nachhaltigen Einsatzstoffen umfassen.
Diese Studie ist Teil umfassenderer Bemühungen, kommerziell realisierbare Dekarbonisierungspfade für die Stahlindustrie zu identifizieren. Die Stahlindustrie ist nach wie vor eine der weltweit größten industriellen Quellen von Treibhausgasemissionen. ARENA erklärte, dass die wettbewerbliche Förderrunde darauf abzielt, die Entwicklung von Technologien zu fördern, die die inländische Stahldekarbonisierung unterstützen und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit australischer Eisenerze in aufstrebenden kohlenstoffarmen Märkten verbessern können. Das Projekt konzentriert sich derzeit auf die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Bewertung der technischen Machbarkeit und praktischen Anwendung des RISB-Verfahrens. ARENA zufolge soll diese Arbeit einen Beitrag zur Entwicklung von kohlenstoffarmen Roheisenerzeugungstechnologien leisten, die in bestehenden Hochofenbetrieben eingesetzt werden können, während die Branche ihre Emissionsreduktionsziele verfolgt.
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