AMD übernimmt MEXT, um Engpässe im Datacenter-Arbeitsspeicher zu lindern
2026-06-16 09:34
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de.wedoany.com-Bericht: AMD gab am Montag die Übernahme des Start-ups MEXT bekannt. Die von MEXT entwickelte Technologie zur Speicherhierarchie ermöglicht es Betriebssystemen, NAND-Flash als DRAM zu erkennen, und hilft Datacenter-Betreibern, DRAM-Kosten zu senken. AMD erklärte, dass diese Transaktion Kunden dabei unterstützt, die Systemeffizienz zu steigern, Betriebskosten zu senken und große Workloads schneller bereitzustellen.

AMD

Mit der zunehmenden Größe von KI-Modellen und wachsenden Datensätzen wird die Speicherverfügbarkeit zu einem entscheidenden Engpassfaktor für die Gesamtsystemleistung. In vielen Szenarien sind Speicherressourcen (anstelle von CPU oder GPU) zum Leistungsengpass geworden, während die DRAM-Auslastung oft gering ist. MEXT begegnet dieser Effizienzherausforderung mit einer KI-basierten Speicherhierarchie-Technologie: Sie verschiebt selten genutzte Daten von teurem DRAM auf NAND-Flash, dessen Kosten pro Kapazitätseinheit um mehrere Größenordnungen niedriger sind – und zwar transparent für die Anwendungen. Die prädiktive Speicher-Engine des Unternehmens analysiert kontinuierlich Speicherzugriffsmuster, nutzt KI-Modelle, um vorherzusagen, welche auf dem Flash gespeicherten Daten als Nächstes benötigt werden, und verschiebt die entsprechenden Seiten proaktiv zurück in den DRAM, bevor die Anwendung sie anfordert. Dadurch verhält sich die Software wie beim Zugriff auf den Hauptspeicher, und die Leistung bleibt erhalten.

Durch die Erhöhung des für Anwendungen verfügbaren Gesamtspeichers zielt die Technologie von MEXT darauf ab, die Auslastung der bestehenden Infrastruktur zu verbessern und gleichzeitig die Abhängigkeit von teurem DRAM zu verringern. Dieser Ansatz könnte die Gesamtbetriebskosten für Cloud-Anbieter und Unternehmenskunden senken und ermöglicht, dass größere Workloads auf vorhandener Hardware ausgeführt werden können. AMD ist der Ansicht, dass diese Fähigkeiten sowohl für traditionelle Datacenter-Szenarien als auch für moderne KI-Bereitstellungen geeignet sind – in diesen Szenarien ist der Zugriff auf große Speicherpools für Effizienz und Skalierbarkeit entscheidend. AMD plant, die Technologie von MEXT in seine eigenen Datacenter-Produkte zu integrieren und ihre Fähigkeiten zu erweitern, um speicherintensive KI-Workloads zu bewältigen. Das Unternehmen bietet bereits Lösungen mit integrierten Prozessoren, Beschleunigern, Netzwerktechnologie und Software an; die prädiktive Speicher-Engine von MEXT wird das bestehende Produktportfolio ergänzen.

Neben der Technologie selbst erhält AMD auch ein Team mit Fachkenntnissen in Speicherarchitektur, Infrastruktursoftware und groß angelegten Rechensystemen. Die Bedingungen der Transaktion wurden nicht öffentlich bekannt gegeben.

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