de.wedoany.com-Bericht: Einem Team des Center for Lunar Origin and Evolution (CLOE) unter der Leitung des Southwest Research Institute (SwRI) in den USA ist es durch die Rekonstruktion des Einschlagsprozesses, der das Südpol-Aitken-Becken (SPA) auf dem Mond formte, gelungen, neue Details über die Entstehung dieses uralten Einschlagkraters zu enthüllen. Zwei begleitende Studien deuten darauf hin, dass das durch den Einschlag freigelegte Mantelmaterial möglicherweise bis zu den geplanten Landegebieten der Artemis-Missionen verteilt ist, was neue Hinweise auf die innere Struktur des Mondes und seine früheste Geschichte liefert.

Das SPA-Becken befindet sich auf der Rückseite des Mondes und ist eine der ältesten noch existierenden Einschlagstrukturen. Die umliegende Region wurde bereits als potenzieller Landeplatz für die Artemis-Missionen ausgewiesen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Einschlag, der dieses Becken formte, so gewaltig war, dass er tiefes Material, einschließlich Teilen des lunaren Mantels, freilegte.
Eine von Dr. Shigeru Wakita von der Purdue University geleitete Einschlagsimulation zeigt, dass ein von Norden kommender, sich nach Süden bewegender Impaktor den Mond in einem flachen Winkel traf und so die langgestreckte, konische Form des SPA-Beckens erzeugte. Das Modell deutet darauf hin, dass der Impaktor kein homogener Körper war, sondern ein differenzierter Himmelskörper mit einem Eisenkern und einer Gesteinskruste, ähnlich einem kleinen Protoplaneten oder einem differenzierten Asteroiden. Der Einschlag grub eine tiefe, asymmetrische Mulde aus, schmolz das Gestein im zentralen Becken und schleuderte große Mengen an Krusten- und Mantelmaterial in die Luft, das später auf den Beckenboden zurücksank.
Eine von Dr. Gabriel Gowman von der University of Arizona geleitete Schwerkraftstudie analysierte die Verteilung des Auswurfmaterials. Das Team verglich hochauflösende Schwerkraftdaten mit Modellen, die Krusten- und Mantelmaterial enthielten, und bestätigte, dass das Innere des SPA-Beckens wahrscheinlich große Mengen an Gestein aus dem Mantel enthält, das in der Auswurfdecke rund um das Becken vermischt ist. Nachfolgende Einschläge innerhalb des Beckens scheinen die darunter liegenden Mantelablagerungen wieder an die Oberfläche befördert zu haben, wodurch sie für Roboter oder Astronauten leichter zu beproben sind.
Die Studien zeigen auch, dass die entscheidenden Ablagerungen von mantelhaltigem Auswurfmaterial möglicherweise einen Teil der lunaren Südpolregion bedecken, einschließlich der Gebiete, die von Artemis-Astronauten vor Ort untersucht werden können. Dr. William Bottke, Direktor des CLOE, erklärte, dass die Kombination von Einschlags- und Schwerkraftsimulationen eine Roadmap für die Suche nach Gesteinen biete, die Antworten auf die Fragen nach der Entstehung und Entwicklung des Mondes liefern könnten.
Die erste Studie trägt den Titel „A southward differentiated impactor forms the tapered shape of the South Pole-Aitken impact basin on the Moon“ und wurde in Science Advances veröffentlicht. Die zweite begleitende Studie „Gravity Mapping of Lunar Mantle Material in South Pole-Aitken Basin Ejecta“ erschien im Journal of Geophysical Research: Planets.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









