de.wedoany.com-Bericht: Die argentinische Provinz Neuquén plant, bei der Andenentwicklungsbank (CAF) einen Kredit in Höhe von 250 Millionen US-Dollar zu beantragen, um ein Straßenbauprojekt zu finanzieren, das die Region Biobío in Chile anbindet und den bilateralen Handel, die Energie- und Tourismusintegration fördert.

Der Kredit soll für die Umsetzung des „Programms zur regionalen und internationalen Integrationskonnektivität der Provinz Neuquén" verwendet werden, wobei der Schwerpunkt auf dem Ausbau und der Verbesserung des strategischen Korridors des internationalen Grenzübergangs Pichachén liegt. Dieser Korridor gilt als Schlüsselknotenpunkt für die wirtschaftliche Integration der Region Vaca Muerta.
Auf chilenischer Seite wird der Bau des Zweiozean-Korridors vorangetrieben, um die argentinische Bergbau- und Erdölindustrie zu unterstützen und argentinischen Produkten einen direkten Zugang zu den Pazifikhäfen zu ermöglichen. Gemäß der Vereinbarung beider Seiten verpflichtet sich die Provinz Neuquén, die Straßenbauarbeiten innerhalb des Zweiozean-Korridors voranzutreiben.
Die geplanten Arbeiten umfassen etwa 165 Kilometer Provinzstraßen, hauptsächlich den Korridor, der die Stadt Andacollo mit dem internationalen Grenzübergang Pichachén verbindet, über die Provinzstraßen 38, 57 und 6. Darüber hinaus umfasst das Programm weitere bereits umgesetzte oder geplante Projekte, wie den Ausbau der Provinzstraße 43 (RP 43) und die zukünftige Asphaltierung der Provinzstraße 54 (RP 54). Gleichzeitig werden auch Abschnitte der Provinzstraße 21 (RP 21) asphaltiert.
Sollte der CAF-Kredit genehmigt werden, wird er mit dem zuvor von der Weltbank bereitgestellten Kredit in Höhe von 150 Millionen US-Dollar kombiniert. Der Weltbankkredit wird für die Asphaltierung der Provinzstraßen 54, 63 und 65 sowie für die Erstellung von Vorinvestitionsprojekten verwendet, die für die spätere Ausschreibung des internationalen Grenzübergangs Pichachén erforderlich sind.
Die argentinische staatliche Erdölgesellschaft (YPF) hat kürzlich ebenfalls eine Vereinbarung mit der Provinz Neuquén getroffen, um 175 Millionen US-Dollar in den Bau von Infrastruktur zu investieren und so die Entwicklung des Flüssigerdgas-Projekts (LNG) der Provinz zu unterstützen.
Weitere geplante Projekte umfassen: die Asphaltierung der Provinzstraße 6 (RP 6) in Richtung Rincón de los Sauces und Octavio Pico sowie der Provinzstraße 7 (RP 7) ab Anelo. Die Provinzregierung von Neuquén wird außerdem mit der benachbarten Provinz Río Negro verhandeln, um einen Abschnitt der Provinzstraße 57 (RP 57) zu asphaltieren und an die Nationalstraße 151 anzuschließen, um eine direkte Route zu den Atlantikhäfen zu schaffen.
Auf chilenischer Seite wird die Region Biobío die Asphaltierung der Q-45-Straße von Kilometer 58 bis zur internationalen Grenze vorantreiben und spezielle Schneeräumfahrzeuge beschaffen, um die Durchgängigkeit des Korridors im Winter zu gewährleisten. Beide Regierungen bekräftigen gleichzeitig ihre Unterstützung für die Einrichtung eines neuen integrierten Kontrollsystems für Zoll- und Einwanderungsverwaltung auf chilenischer Seite.
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