de.wedoany.com-Bericht: Auf der ersten globalen Entwicklerkonferenz am 16. Juni 2026 veröffentlichte Xinghaitu das neue VLA-Basismodell G0.5 und kündigte dessen Open-Source-Verfügbarkeit an. Das Unternehmen gründete gemeinsam mit Beijing Yizhuang das Datenunternehmen „Yishu Intelligence", startete ein Projekt für eine Million Stunden hochwertiger realer Daten und brachte in Zusammenarbeit mit Cathay Capital das Startup-Inkubationsprogramm „Xingtu-Plan" auf den Weg. Die Konferenz zog zahlreiche Vertreter aus Wissenschaft und Industrie an, darunter Wang Yu, Professor am Institut für Elektrotechnik der Tsinghua-Universität, und Xu Xin, Gründerin von Capital Today.
Xinghaitu gründete gemeinsam mit Beijing Yizhuang die Yishu Intelligence (Beijing) Technology Co., Ltd. Xinghaitu ist als zweitgrößter Aktionär mit einer Kapitaleinlage von 25 Millionen Yuan und einem Anteil von 25 % beteiligt. Zu den ersten Mitgründern gehören 15 Unternehmen wie Yuanli Lingji, Ant Digital Technologies, Baidu AI Cloud, Liepin und Huitian Ruisheng. Das Unternehmen kündigte ein Projekt für eine Million Stunden hochwertigster realer Daten an. Gao Jiyang, Gründer von Xinghaitu, betonte, dass Daten im Bereich der verkörperten Intelligenz die grundlegenden Produktionsmittel seien und dass Modelle, Daten und die Hardware in einem einheitlichen System funktionieren müssten.

Bei der Datenerfassung wird das Team von Xinghaitu kurzfristig UMI-Daten (Universal Manipulation Interface) und egozentrische Daten (Egocentric) als Ergänzung einführen. Das Unternehmen steht Simulationsdaten zurückhaltend gegenüber, da diese sich stark von echten Maschinendaten unterscheiden und nur schwer für effektive Algorithmenentwicklungen nutzbar seien. Auf Kostenseite liegen die Kosten für menschliche Verhaltensdaten (Human centric data) bei etwa 50 bis 100 Yuan pro Stunde, während die Kosten für robotische Teleoperationsdaten (Robot centric data) bei etwa 250 Yuan pro Stunde liegen. Gao Jiyang wies darauf hin, dass das Verhältnis von Daten- zu Rechenkosten etwa 1:10 betrage und die Erfassung von einer Million Stunden Daten Kosten in Höhe von 100 bis 200 Millionen Yuan verursache. Er bezeichnete dies als „notwendige Investition".
Das Modell G0.5 vereint Vision, Sprache, Gedankenkette und Aktionen in einem autoregressiven Generierungsrahmen und ermöglicht so eine geschlossene Kreisschlussfolgerung des Typs „Verstehen und gleichzeitig Ausführen". Das Modell wurde als Open Source veröffentlicht. Auf die Frage nach dem Zeitplan für die Anpassung von G0.5 an den zweibeinigen humanoiden Roboter Kengo antwortete Zhao Xing, Mitgründer und CTO des Unternehmens, dass dies aufgrund unzureichender Rechenleistung auf der Endseite, wie etwa den Problemen von Leistungsaufnahme und Größe des Nvidia Jetson Thor, mindestens bis Ende 2026 dauern werde. Gao Jiyang erklärte, dass die Gesamtarchitektur von G0.5 besser für Formen wie zweiarmige Intelligenz oder radbasierte Zweiarm-Roboter geeignet sei und in der aktuellen Phase verstärkt auf Plattformen wie R1 Lite und R1 Pro zum Einsatz kommen werde. Die technologische Roadmap des Unternehmens gliedert sich in drei Ebenen: instinktive Intelligenz, operative Intelligenz und evolutionäre Intelligenz. Die beiden Pfade der instinktiven und der operativen Intelligenz werden sich letztlich höchstwahrscheinlich vereinen.
Das Unternehmen veröffentlichte Anfang dieses Jahres auch die erste Version des Weltmodells Fast-WAM, das in der Inferenzphase den Videovorhersageprozess eliminiert und so die Inferenzgeschwindigkeit um mehr als das Vierfache steigert. Fast-WAM kann Modelle mit 500 Millionen bis 1 Milliarde Parametern stabil auf handelsüblichen Grafikkarten ausführen.
Im Bereich des Ökosystems hat Xinghaitu gemeinsam mit Cathay Capital das Startup-Inkubationsprogramm „Xingtu-Plan" ins Leben gerufen, das sich auf drei Schwerpunkte konzentriert: datengesteuerte Intelligenz, Durchbrüche in Anwendungsszenarien und nächste Generation von Kerntechnologien. Im vergangenen Jahr hat Xinghaitu in fast 10 Unternehmen investiert und plant, in den nächsten 3 bis 5 Jahren in 30 bis 50 Unternehmen zu investieren. Gao Jiyang betonte, dass der Erfolg einer Branche nicht der Erfolg eines einzelnen Unternehmens sei, sondern der gemeinsame Erfolg einer Gruppe von Unternehmen.
Gao Jiyang stellte auch das Geschäftsmodell des Unternehmens vor, das sich in einem dreistufigen Pfad entwickeln wird: „Vom Verkauf kompletter Maschinen über Abonnements für Lösungen bis hin zum Verkauf von physischen Welt-Token". Im Oktober 2024 wurden die ersten Galaxea R1-Roboter von Xinghaitu an das Labor von Fei-Fei Li an der Stanford University ausgeliefert.
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