de.wedoany.com-Bericht: Der gemeinsam von der Beratungsfirma Plusmining und dem chilenischen Verband für Meerwasserentsalzung und Wiederverwendung (Acades) veröffentlichte Bericht „Wirtschaftliche und regulatorische Schlüsselfaktoren der Kosten der Meerwasserentsalzung in Chile“ zeigt, dass Energie, Anfangsinvestitionen und die Projektdauer die Hauptfaktoren für die Kosten der Meerwasserentsalzung in Chile sind.
Laut dem Bericht machen die Kapitalausgaben (CAPEX) und die Energiekosten zusammen 80 bis 90 % der gesamten Wasserkosten aus. Bei Projekten, die die Meerwasserentsalzung mit Systemen zur Wasserförderung zu hochgelegenen Bergbaubetrieben kombinieren, kann der energiebedingte Pumpaufwand einen erheblichen Teil der Betriebskosten ausmachen.
Die Meerwasserentsalzung ist zu einer strategischen Infrastruktur für den chilenischen Bergbau geworden. Der Bericht zitiert Prognosen der chilenischen Kupferkommission (Cochilco), wonach bis 2034 etwa 66 % des Wasserverbrauchs der chilenischen Kupferminen aus Meeresquellen stammen werden, hauptsächlich aus entsalztem Meerwasser.
Die für die Projektentwicklung erforderliche Zeit hat ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf die Kosten. Die Studie zeigt, dass die Verfahren für technische Planung, Umweltverträglichkeitsprüfung und Genehmigungserteilung 8 bis 12 Jahre dauern können, was das Risiko regulatorischer Änderungen für das Projekt erhöht und die Finanzierungsbedingungen beeinflusst. Der Bericht identifiziert den Diskontierungssatz als einen der finanziellen Variablen mit dem größten Einfluss auf die nivellierten Wasserkosten und stellt fest, dass bereits relativ geringe Änderungen dieses Indikators die erwartete Kapitalrendite erheblich verändern können.
Im operativen Bereich weist der Bericht darauf hin, dass die Stromkosten 20 bis 30 % der Gesamtkosten der Meerwasserentsalzung ausmachen, abhängig von den Projekteigenschaften. Diese Auswirkung ist besonders signifikant bei Systemen, die einen Wassertransport über große Entfernungen oder mit hoher Förderhöhe erfordern, wie dies bei mehreren Bergbaubetrieben im Norden Chiles der Fall ist. Daher ist die Wettbewerbsfähigkeit der Meerwasserentsalzung eng mit Faktoren wie der Verfügbarkeit von Strominfrastruktur, den Kosten der Energieversorgung und den Betriebsbedingungen des Stromsystems verbunden.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass es Möglichkeiten zur Kostensenkung durch einen wettbewerbsfähigeren Energiemix, höhere Investitionssicherheit und ein effizienteres Management der Projektentwicklungsdauer gibt. In bestimmten Szenarien können diese Variablen die Stückkosten um 10 bis 30 % senken, während die gleichen technologischen und geografischen Bedingungen beibehalten werden.
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