de.wedoany.com-Bericht: Die uruguayische Exekutive führt intensive Verhandlungen mit dem Milchwirtschaftsverband und plant, den Milchgarantiefonds (Fogale) zur Finanzierung des Nationalen Milchforschungsinstituts (Inale) zu nutzen. Die endgültige Lösung wird im „Rechenschaftsbericht“ festgelegt, der am 30. Juni dem Parlament vorgelegt wird.

Der von der Regierung vorgeschlagene Plan sieht vor, Inale über Fogale finanzielle Unterstützung zu gewähren. Die Mittel von Fogale stammen aus einem festen Abzug auf den an Verbraucher verkauften Milchpreis, der derzeit 2,45 Pesos pro Liter beträgt. Der Fonds erhebt jährlich insgesamt rund 3,5 Millionen US-Dollar, sodass ein Überschuss besteht. Inale entscheidet, wie diese Mittel zur Unterstützung verschiedener Initiativen im Zusammenhang mit der Milchwirtschaft eingesetzt werden.
Derzeit beträgt das Jahresbudget von Inale rund 1,4 Millionen US-Dollar. Es ist geplant, es auf etwa 2 Millionen US-Dollar zu erhöhen, um einen effizienteren Betrieb zu ermöglichen und eine aktivere Rolle in der Entwicklung der Milchwirtschaftskette zu spielen. Zuvor hatte ANPL vorgeschlagen, die Mittel von Fogale für einen antizyklischen Fonds zu nutzen, während SPLF und ATC die Mittel für die Hebelung von Bewässerungsinvestitionen einsetzen wollten.
Ursprünglich bestand der Verband darauf, dass die Mittel für Inale aus den Abgaben auf Milchexporte stammen sollten, die zur Unterstützung von LATU erhoben werden. Dieser Vorschlag wurde im vergangenen Jahr bei der Diskussion des Fünfjahreshaushalts vorgebracht, scheiterte jedoch am Widerstand von Industrieministerin Fernanda Cardona. Der Milchsektor zahlt LATU 2,5 Promille des Exportwerts, was jährlich rund 2 Millionen US-Dollar entspricht. In dieser Woche werden voraussichtlich neue Gespräche zwischen den Regierungsbehörden und dem Verband stattfinden, um eine endgültige Lösung für die Finanzierung von Inale zu finden.
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