Südkoreas SK Telecom startet AX 2.0-Plan: 80.000 Mitarbeiter erhalten KI-Digitalmitarbeiter
2026-06-21 11:29
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de.wedoany.com-Bericht: SK Telecom hat kürzlich den AX Innovation 2.0-Plan vorgestellt, der KI-Agenten als „digitale Mitarbeiter“ mit offiziellen Rollen, mitarbeiterähnlichen IDs, Abteilungszuweisungen und einem verwalteten Lebenszyklus definiert. Der Verwaltungsprozess umfasst den gesamten Zyklus von der „Einstellung“ bis zur „Entlassung“. Dies bedeutet einen signifikanten Wandel in der KI-Implementierung des Betreibers, der KI nicht mehr nur als Werkzeug, sondern als organisatorisches Mitglied in die Unternehmensstruktur integriert.

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Das Kernziel des Plans ist es, „jedem Mitarbeiter einen KI-Agenten zur Seite zu stellen“, d.h. jeder Mitarbeiter (einschließlich Nicht-Entwickler) erhält mindestens einen Agenten, der auf seine Rolle und Aufgaben abgestimmt ist. Diese Zielsetzung zeigt einen gewissen Ehrgeiz und verlagert das Projekt von einem internen IT-Projekt hin zu einer Anpassung auf organisatorischer Ebene.

Auf der Verwaltungsebene schlägt SK Telecom vor, jedem Agenten eine mitarbeiterähnliche ID zu geben, ihn einer bestimmten Abteilung zuzuweisen und ihm eine klare Position und Funktion zu verleihen. Die Berechtigungsstufen der Agenten entsprechen denen menschlicher Mitarbeiter in ähnlichen Positionen; so kann beispielsweise ein Marketing-Agent nicht auf den Berechtigungsbereich eines Netzwerkbetriebs-Agenten zugreifen. Diese Methode der rollenbasierten Berechtigungszuordnung unterscheidet sich von typischen generativen KI-Implementierungen.

Die Schlüsselplattform, die diesen Plan unterstützt, ist A. Biz, die B2B-KI-Agentenplattform von SK Telecom, die für Informationsabruf, Terminplanung und Besprechungsprotokolle zuständig ist. Benutzer interagieren über natürliche Sprache, und das System kann entsprechende Aktionen ausführen. Agent Builder ermöglicht es Mitarbeitern ohne technischen Hintergrund, Agenten zu erstellen, die sicher auf interne Daten zugreifen. Agent Store fungiert als interner Marktplatz, auf dem Mitarbeiter selbst erstellte Agenten teilen können, wodurch ein Bottom-up-Mechanismus zur Verbreitung bewährter Praktiken entsteht.

Darüber hinaus hat SK Telecom einen Pilotversuch für A. Biz Cowork gestartet. Diese interne Testversion erlaubt es Mitarbeitern, Agenten auf der Grundlage ihrer persönlichen Arbeitsmethoden, -abläufe und -präferenzen zu trainieren, sodass diese persönliche Arbeitsabläufe nachahmen und repetitive Aufgaben übernehmen können. Andere Plattformen wie Polaris konzentrieren sich auf Marketing und Datenextraktion, während Playground Netzwerkdatenanalyse und Programmierunterstützung bietet.

Um die Governance zu gewährleisten, hat SK Telecom ein Mensch-Maschine-Kollaborationsframework aufgebaut, das Regeln für die Daten- und Sicherheitszugriffsberechtigungen der Agenten festlegt. Eine Zero-Trust-Architektur überprüft kontinuierlich KI-Agenten und menschliche Benutzer. Das AXMS (AX-Management-System) wurde auf Version 1.5 aktualisiert, um AX-Projekte zu verfolgen und KI-bezogene Initiativen zu integrieren. Die KI-Sandbox bietet eine kontrollierte Umgebung, in der menschliche Mitarbeiter mit mehreren KI-Agenten in Multi-Agenten-Workflows zusammenarbeiten können. Erste Tests zeigen eine Verringerung der Planungs- und Koordinationszeit sowie Verbesserungen bei der internen Kommunikation und Entscheidungsfindung.

Im Bereich der Schulung zielt SK Telecom mit Programmen wie der AX Challenge, Frontier Training, Design Camp und Bootcamp darauf ab, eine Kultur zu etablieren, in der „jeder ein KI-Arbeiter und KI-Erbauer ist“. Das Unternehmen betont, dass die Agenten darauf ausgelegt sind, menschliche Fähigkeiten zu erweitern, nicht zu ersetzen.

SK Telecom setzt intern bereits Tausende von KI-Agenten ein und plant, A. Biz auf 25 SK-Konzernunternehmen mit rund 80.000 Mitarbeitern auszuweiten. In Zukunft plant das Unternehmen auch, die Plattform externen Unternehmen in den Bereichen Telekommunikation, IT-Dienstleistungen, Fertigung und Petrochemie anzubieten. Allerdings stehen noch nicht vollständig gelöste Probleme wie Leistungsmessung, Verantwortungszuweisung, regulatorische Compliance und skalierbare Governance an.

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