Schweiz startet Vorprojekt für mobiles Sicherheitskommunikationssystem
2026-06-21 11:45
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de.wedoany.com-Bericht: Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Martin Pfister, hat gemeinsam mit Bundesrat Beat Jans, dem Chef der Armee, Korpskommandant Jakob Signer, und der Regierungsrätin Karin Kaiser-Frutsch das Startsignal für das Projekt „Mobiles Sicherheitskommunikationssystem“ (MSK) gegeben. Damit können die Behörden offiziell mit der Planung und der Durchführung des Vorprojekts beginnen.

Gemäss einer Mitteilung des VBS wird die Umsetzung des MSK-Projekts in Zusammenarbeit mit den Partnern der Schweizerischen Sicherheitsverbunds (SVS) und den Kantonen erfolgen. Seit Anfang 2026 hat das VBS gemeinsam mit den Interessengruppen die Grundlagen für die Startphase in den Bereichen Zielsetzung, Governance und Zeitplanung erarbeitet. Die Führung des Aufbaus, des Betriebs und der Weiterentwicklung des MSK obliegt dem Kommando Cyber. Das MSK-Vorprojekt soll die fachlichen, organisatorischen, finanziellen und technologischen Grundlagen für das Hauptprojekt und den anschliessenden Betrieb schaffen. Das VBS betont, dass der engen Zusammenarbeit mit den Nutzerorganisationen hohe Bedeutung beigemessen wird. Im Vorprojekt werden die Bedürfnisse der verschiedenen Interessengruppen koordiniert, der Projektumfang festgelegt sowie Anwendungsszenarien und Anwendungskonzepte erarbeitet. Zudem werden die Lösungsarchitektur sowie Konzepte für Betrieb, Support und Service-Management geplant. Bund und Kantone werden gemeinsam das Finanzierungsmodell abstimmen sowie Migrations- und Erweiterungsszenarien entwickeln.

Das Projekt „Polycom Werterhalt 2030“ (WEP2030) soll voraussichtlich Mitte 2026 abgeschlossen werden. Dies stellt den Betrieb des bestehenden Polycom-Systems bis 2035 sicher. Das VBS gibt an, dass das ursprüngliche Budget eingehalten wird; das Projekt wird nach zehnjähriger Laufzeit mit einer Verzögerung von sechs Monaten abgeschlossen.

Der Bundesrat hat zuvor den Aufbau des neuen Mobilen Sicherheitskommunikationssystems (MSK) als Schlüsselprojekt der Bundesverwaltung eingestuft. Solche Projekte sind aufgrund ihres Umfangs, ihrer strategischen Bedeutung, ihrer Komplexität oder ihres Risikos von besonderer Bedeutung und erfordern eine verstärkte Führung, Koordination und Überwachung. Die Eidgenössische Finanzkontrolle wird sie einer systematischen Prüfung unterziehen.

VBS-Vorsteher Martin Pfister stellt das Polycom-Nachfolgeprojekt unter eine neue Leitung. Das MSK-Projekt wird künftig vom Kommando Cyber, das der Gruppe Verteidigung unterstellt ist, verantwortet. Das VBS hat gemeinsam mit den Kantonen das Vorprojekt gestartet, das zuvor vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) geleitet wurde. Der Bund hatte ursprünglich erwogen, die Kantone mit ihren Polizei- und Technik-Informatik-Stellen (PTI) mit der Leitung des Projekts zu beauftragen. Mit der Übergabe der Leitung an das Kommando Cyber will der Bund die gemeinsamen Potenziale mit den Projekten „Armee-Kommunikation“ und „Mitnahme ziviler Dienste“ (MzD) besser nutzen. MSK und MzD bleiben jedoch eigenständig geführte Projekte. Das Polycom-Netz soll bis 2035 abgelöst werden, um ein einheitliches, krisenresistentes und ausfallsicheres breitbandiges mobiles Sicherheitskommunikationssystem für Bund, Kantone und Dritte aufzubauen. Gemäss der Mitteilung werden im Vorprojekt noch im laufenden Jahr die Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten, die Finanzierung und die Projektorganisation des MSK festgelegt. Auch die Governance-Struktur wird dann bestimmt und vom Bundesrat sowie den betroffenen kantonalen Regierungskonferenzen genehmigt.

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