Boliviens ENDE vergibt Vorinvestitionsberatungsvertrag für 120-MW-Solarpark
2026-06-21 14:13
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de.wedoany.com-Bericht: Die bolivianische staatliche Stromgesellschaft (ENDE) hat das Photovoltaikprojekt Planta Solar Chichas vorangetrieben und den Auftrag für die technischen Vorinvestitionsplanungsstudien (EDTP) vergeben. Laut Informationen auf dem Beschaffungsportal des Unternehmens enthält der Prozess bereits einen Vergabebeschluss für diese Dienstleistung.

Nach offiziellen Angaben des bolivianischen Ministeriums für Kohlenwasserstoffe und Energie soll der Photovoltaikpark eine installierte Leistung von 120 Megawatt haben und in der Stadt Tupiza in der Provinz Sud Chichas im Departamento Potosí errichtet werden. Der genaue Standort befindet sich auf etwa 110 Hektar Land in der landwirtschaftlichen Gemeinde Hornillos. Die Projektdurchführung obliegt ENDE.

Das Projekt hat bereits eine Finanzierung in Höhe von 110 Millionen US-Dollar von der Entwicklungsbank Lateinamerikas und der Karibik (CAF) erhalten. Die von dieser Institution genehmigten Mittel werden für die Infrastruktur und Ausrüstungskomponenten des Kraftwerks verwendet, darunter das Solarkraftwerk, die Photovoltaikanlagen, das Verbindungssystem zum nationalen Verbundnetz (SIN), die Bau- und Elektroarbeiten sowie begleitende Dienstleistungen.

Laut CAF-Angaben wird das Kraftwerk eine jährliche Stromerzeugung von etwa 279.000 Megawattstunden haben und damit den Strombedarf von rund 318.000 SIN-Nutzern decken können. Das Projekt wird die auf Erdgas basierende thermische Stromerzeugung durch Solarenergie ersetzen.

Nach Informationen der CAF wurde das Projekt in den „Nationalen Ausbauplan des Verbundnetzes 2024–2050“ aufgenommen. Gemäß diesem Plan soll der Anteil erneuerbarer Energien am bolivianischen Strommix bis 2032 75 % erreichen.

Als Referenz gibt ENDE an, derzeit vier Solarkraftwerke zu betreiben: das 100-MW-Kraftwerk Oruro, das 60-MW-Kraftwerk Uyuni I, das 5-MW-Kraftwerk Yunchará und das 5-MW-Kraftwerk Cobija. Im Oktober letzten Jahres wurde das Solarkraftwerk Uyuni um 2,5 MW erweitert, wodurch sich die Gesamtkapazität auf 62,5 MW erhöhte.

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