Österreich stellt 12 Millionen Euro für Photovoltaik- und Speicherförderung bereit
2026-06-22 10:06
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de.wedoany.com-Bericht: Das österreichische Wirtschaftsministerium hat kürzlich eine neue Runde von Förderanträgen für Solarenergie und Speicher gestartet, mit einem Gesamtbudget von 12 Millionen Euro (etwa 13,9 Millionen US-Dollar). Die Förderstelle OeMAG gab bekannt, dass für Systeme der Klasse A (bis zu 10 kW) und Klasse B (10 kW bis 20 kW) jeweils 2 Millionen Euro bereitgestellt werden, während für Systeme der Klasse C (20 kW bis 100 kW) und Klasse D (über 100 kW) jeweils 4 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Österreich, Photovoltaikanlage, Dach, Stammersdorfer Straße

Das Wirtschaftsministerium erklärte, dass in der ersten Förderrunde dieses Jahres 40 Millionen Euro ausgezahlt wurden. Aufgrund der starken Nachfrage habe die Regierung aus den verbleibenden Mitteln weitere 30 Millionen Euro bereitgestellt. Dennoch wurden von knapp 29.000 Anträgen nur etwas mehr als die Hälfte genehmigt, mit einem Gesamtfördervolumen von 135 Millionen Euro. Die erste Förderrunde zeigte zudem einen strukturellen Trend: Etwa 90 % der Anträge enthielten Speicherkomponenten. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner erklärte, dies spiegele die Richtung der Marktentwicklung wider.

„Wenn mittags reichlich Solarstrom vorhanden ist, muss dieser gespeichert und bereitgestellt werden, wenn Haushalte, Unternehmen und die Industrie ihn benötigen", sagte Zehetner. „Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien muss sich zu einem praktikablen Energiesystem entwickeln." Sie fügte hinzu, dass die zunehmende Anzahl von Stunden mit negativen Strompreisen in Österreich die Notwendigkeit dieses „Paradigmenwechsels" unterstreiche. Im vergangenen Jahr verzeichnete Österreich etwa 450 Stunden mit negativen Strompreisen. Negative Strompreise seien jedoch kein Beweis gegen erneuerbare Energien, sondern betonten die Notwendigkeit von Verbesserungen bei Speicherung, Netzinfrastruktur, Flexibilität und intelligenten Steuerungssystemen.

Zehetner verglich die Situation mit dem Sammeln von Regenwasser in einer Regentonne: „Bei starkem Regen lässt man das Wasser nicht einfach in den Abfluss laufen; man sammelt es. Bei späterer Trockenheit nutzt man es zum Gießen. Genau so werden wir in Zukunft mit Solarenergie umgehen: Wenn mittags reichlich günstiger Photovoltaikstrom vorhanden ist, wird er gespeichert."

Für kleine Photovoltaikanlagen gelten feste Fördersätze: 150 Euro pro kW für Anlagen bis 10 kW und 140 Euro pro kW für Anlagen zwischen 10 kW und 20 kW. Für Anlagen mit einer Leistung von 20 kW und mehr werden die Fördermittel dieser Runde über ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren vergeben, wobei Projekte mit der geringsten Förderung bevorzugt werden. Der Bonus „Made in Europe" bleibt ebenfalls erhalten: Photovoltaikanlagen und Speichereinheiten, die Komponenten mit europäischer Wertschöpfungstechnologie verwenden, haben Anspruch auf einen Bonus von 10 % der genehmigten Förderung. Laut Wirtschaftsministerium enthalten 46 % der Photovoltaikanträge bereits Wechselrichter aus europäischer Fertigung.

„Mit der bevorstehenden Novelle des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes werden wir den nächsten Schritt gehen", sagte Zehetner. „Die Anforderung ‚Made in Europe' für Wechselrichter wird verpflichtend. Dies wird die Cybersicherheit stärken, Abhängigkeiten verringern und sicherstellen, dass mehr Wertschöpfung in Europa bleibt."

Die dritte Förderrunde 2026 findet vom 8. bis 22. Oktober statt, mit einem Gesamtbudget von 8 Millionen Euro, wobei jeweils 2 Millionen Euro auf die Klassen A bis D entfallen.

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