de.wedoany.com-Bericht: Das von Repsol Petróleo im Industriekomplex Puertollano (Provinz Ciudad Real) vorangetriebene Eigenverbrauchs-Solarprojekt hat die Phase der vereinfachten Umweltprüfung erreicht. Geplant ist der Bau eines 48,02-MW-Solarkraftwerks sowie eines 4-MW-Batteriespeichersystems mit 16.256 kWh Kapazität, das zusammen mit dem bestehenden 80,5-MW-Kraft-Wärme-Kopplungskraftwerk betrieben werden soll.

Das Solarkraftwerk wird aus 88.972 Photovoltaikmodulen mit einer Leistung von je 540 Wp bestehen. Die eingezäunte Fläche beträgt 93,73 Hektar, wovon die Module eine effektive Fläche von 23,64 Hektar belegen. Das Speichersystem nutzt die Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) und besteht aus acht Batteriecontainern auf einer Fläche von 0,29 Hektar. Die Energiekapazität beträgt 16.256 kWh, was eine Entladezeit von etwas mehr als vier Stunden bei Nennleistung ermöglicht.
Die elektrische Infrastruktur umfasst eine 30-kV-Erdkabelleitung mit einer Länge von 3.231,5 Metern, die das Solarkraftwerk und das Speichersystem mit der neu errichteten Umspannstation Autoconsumo Puertollano 30/132 kV verbindet. Diese Umspannstation ist für zwei Spannungsebenen ausgelegt und nimmt eine Fläche von 0,41 Hektar ein. Von dieser Station aus wird eine 132-kV-Doppelleitungs-Freileitung abgehen, die von fünf Metallmasten getragen wird und eine Länge von 615 Metern hat. Sie verbindet die Anlage mit der Umspannstation ST Parque Norte 132/6,3 kV von Repsol Química. An einem der Masten wird zudem eine 228 Meter lange Einfachleitung abzweigen, die zur Umspannstation ST Parque Norte 132/6,3 kV von Repsol Petróleo führt.
Im Rahmen der industriellen Transformation hat Repsol letzten Monat im Komplex eine Biodiesel-Anlage in Betrieb genommen. Diese Anlage nutzt gebrauchte Speiseöle sowie andere Abfälle aus der Agrar- und Lebensmittelindustrie und verfügt über eine Jahreskapazität von 200.000 Tonnen erneuerbarer Kraftstoffe. Die Investition belief sich auf 130 Millionen Euro für die Umrüstung einer Raffinerieanlage. Die neue Anlage verwendet im Komplex selbst produzierten grünen Wasserstoff, der durch die Substitution von Erdgas durch biogenes Gas aus Abfällen gewonnen wird. Dafür investierte Repsol zusätzlich 16 Millionen Euro. Der Komplex verfügt außerdem über eine 400 Kilometer lange Pipeline zur Biodiesel-Anlage in Cartagena, die den Vertrieb von erneuerbarem Diesel auf der Iberischen Halbinsel erleichtert. Die Anlage produziert zudem nachhaltigen Flugkraftstoff aus organischen Abfällen.
Zu den in Puertollano angekündigten Projekten gehört auch eine Fabrik für ultrahochmolekulares Polyethylen, ein Material, das für anspruchsvolle industrielle und medizinische Anwendungen verwendet wird und voraussichtlich bald in Betrieb gehen wird. Laut Repsol belaufen sich die kumulierten Investitionen in Puertollano in den letzten fünf Jahren auf rund 800 Millionen Euro für die industrielle Transformation und Projektentwicklung.
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