de.wedoany.com-Bericht: Das Peruanische Amazonasforschungsinstitut (Instituto de Investigaciones de la Amazonía Peruana, IIAP) nutzt Künstliche Intelligenz, Genanalyse und Drohnentechnologie, um die wissenschaftliche Forschung und Umweltüberwachung im Amazonasgebiet zu verstärken und nachhaltige Lösungen für den Schutz der Biodiversität und die Bioökonomie bereitzustellen. Diese Innovationen, die vom IIAP, einer dem peruanischen Umweltministerium (Ministerio del Ambiente, Minam) unterstellten Einrichtung, entwickelt wurden, kommen bereits in Forschung, Überwachung und Schutzmaßnahmen zum Einsatz.
Carmen Vegas, stellvertretende Ministerin für strategische Entwicklung natürlicher Ressourcen des Minam, besuchte gemeinsam mit dem IIAP-Direktor Jorge Revilla sowie Botschaftern, Vertretern internationaler Organisationen und Unternehmern die Einrichtungen des IIAP in Iquitos, um sich aus nächster Nähe über diese technologischen Fortschritte zu informieren. Während des Besuchs besichtigte die Delegation das Labor für Künstliche Intelligenz, den Arbeitsbereich für mobile Anwendungen sowie den Supercomputer „Manatí“ (Seekuh). Diese Werkzeuge stärken die Fähigkeiten zur Informationsgenerierung und -verarbeitung, die der wissenschaftlichen Forschung und Umweltentscheidungen dienen. Die Delegation informierte sich auch über die Fortschritte im Labor für Umweltqualität, das spezielle Analysen zu Schwermetallen und Mikroplastik in Amazonas-Ökosystemen durchführt, und ließ sich eine Technologie zur Wiederherstellung degradierter Wälder mittels Drohnen und Restaurationskugeln vorführen – eine Innovation, die die Regeneration von durch Waldbrände und andere Degradationsprozesse betroffenen Gebieten beschleunigen kann.

Die Reise umfasste auch einen Besuch des Forschungszentrums Quistococha (Centro de Investigación Quistococha), das Forschungen zur Verbesserung der Fortpflanzung, Gesundheit und des Schutzes von kommerziell wertvollen Amazonas-Wasserorganismen durchführt, um eine nachhaltige Produktion zu fördern und die regionale Ernährungssicherheit zu stärken. Die Delegation informierte sich zudem über ein Modul zur Produktion von Larven der Schwarzen Soldatenfliege unter Nutzung organischer Abfälle auf Basis von Kreislaufwirtschaftsprinzipien sowie über das Labor für Chemie natürlicher Produkte und die Labore für Biologie und Molekulargenetik. In diesen Einrichtungen erforschen Wissenschaftler Verbindungen aus der Amazonas-Biodiversität und wenden Umwelt-DNA-Werkzeuge zur Artenidentifikation und Ökosystemüberwachung an.
Das IIAP bringt Wissenschaft und Amazonas-Wissen auch durch innovative digitale Werkzeuge näher an die Öffentlichkeit. Hervorzuheben sind dabei die mobilen Anwendungen „Amazonas: Illustrierter Leitfaden zu Flora und Fauna“ und „Amazonas-Biodiversität und -Kultur“, die auch in Gebieten ohne Internetzugang Einblicke in die reichen biologischen und kulturellen Ressourcen des Amazonasgebiets ermöglichen. Darüber hinaus gibt es offene digitale Plattformen und Virtual-Reality-Erlebnisse, die ein immersives Erkunden der Amazonas-Ökosysteme ermöglichen, die Umweltbildung stärken und zu einer höheren Wertschätzung der Biodiversität des Landes beitragen.

Durch diese Maßnahmen bekräftigt das Minam über das IIAP sein Bekenntnis, Wissenschaft, Technologie und Innovation als Schlüsselinstrumente für den Schutz des Amazonasgebiets, die Förderung der Bioökonomie und die Schaffung nachhaltiger Entwicklungschancen für die Bewohner der Amazonasregion einzusetzen.
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