de.wedoany.com-Bericht: Der globale ICT-Management-Dienstleister Marlink gab die deutliche Ausweitung der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Trockenschifffahrtsunternehmen Oldendorff Carriers bekannt. Auf über 80 eigenen Trockenfrachtern wird die schnelle Starlink-Niedrigerdumlaufbahn-Konnektivität integriert.

Diese Vereinbarung geht über die reine Hardware-Installation hinaus und treibt den Wandel des Datenverbrauchsmodells der Flotte hin zu einem einheitlichen monatlichen Datenvolumen-Pool voran. Durch die zentrale Verwaltung über Marlinks Konnektivitätsportfolio ermöglicht das Hybridnetz Oldendorff, die Bandbreite der Niedrigerdumlaufbahn dynamisch in der Flotte zu verteilen – basierend auf geografischen Betriebsabläufen und dem Wohlbefinden der Besatzung.
Das in Lübeck ansässige Unternehmen Oldendorff Carriers zählt zu den weltweit führenden Trockenschifffahrtsunternehmen und betreibt rund 800 Schiffe auf stark diversifizierten und abgelegenen globalen Handelsrouten. Eine unterbrechungsfreie Datenverbindung ist für die Echtzeit-Optimierung der Flotte, die meteorologische Routenplanung und die automatisierte Leistungsverfolgung unerlässlich. Bisher waren Handelsschiffe auf geostationäre Satelliten in über 35.000 Kilometern Höhe über dem Äquator angewiesen, deren Latenz über 600 Millisekunden und begrenzte Upload-Geschwindigkeiten die Durchführung von Echtzeit-Videokonferenzen, cloudbasierten Bestandsaktualisierungen und Internetverbindungen für die Besatzung erschwerten – insbesondere in den polaren Regionen mit starkem Signalabfall.

Durch die Integration des Starlink-Niedrigerdumlaufbahn-Konstellation in die bestehende Kommunikationshardware hat Marlink ein intelligentes Hybridnetz aufgebaut. Die Satelliten in niedriger Umlaufbahn operieren in etwa 550 Kilometern Höhe, reduzieren die Latenz auf unter 50 Millisekunden und bieten eine hohe Durchsatz-Breitbandkapazität. Die neue Niedrigorbit-Ebene ersetzt nicht die bestehenden Einrichtungen, sondern fusioniert mit den vorhandenen geostationären VSAT-Systemen und der traditionellen L-Band-Sicherung des mobilen Satellitendienstes. Die intelligente Routing-Hardware an Bord überwacht kontinuierlich jede Verbindung, leitet kritische Schiff-zu-Land-Telemetriedaten automatisch über den stabilsten Kanal und verlagert datenintensiven Internetverkehr der Besatzung auf den Starlink-Breitbandstrom.
Matthias Hamann, Leiter des IT-Betriebs bei Oldendorff Carriers, erklärte, dass mit dem stetigen Wachstum der Anforderungen an den Bordbetrieb und die Konnektivität der Besatzung flexible und zuverlässige Netzwerklösungen erforderlich seien, die sich dynamisch an den Bedarf anpassen. Durch die Ausweitung der Zusammenarbeit mit Marlink und die Integration der verwalteten Niedrigorbit-Konnektivität würden Leistung, Flexibilität und Resilienz der Bordkommunikation verbessert.
Diese Implementierung erfolgt vor dem Hintergrund eines breiteren maritimen Compliance-Trends, bei dem Reeder schnelles WLAN an Bord als wichtiges Instrument zur Besatzungsbindung betrachten. Die digitale Isolation während monatelanger Reisen kann psychischen Stress verursachen, während eine latenzarme Konnektivität der Besatzung HD-Videoanrufe, Streaming-Unterhaltung und Online-Bildung ermöglicht und so die Lebensbedingungen direkt verbessert. Tore Morten Olsen, Präsident von Marlink Maritime, wies darauf hin, dass der Umfang der Oldendorff-Implementierung zeige, wie hybride Netzwerklösungen den Betrieb vor Umwelt- und geopolitischen Störungen schützen und einen global sicheren Datenpfad gewährleisten könnten.
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