de.wedoany.com-Bericht: Das brasilianische Ministerium für Bergbau und Energie (MME) hat der ersten Sondersitzung der Arbeitsgruppe (GT) zum Minamata-Übereinkommen über Quecksilber, die im Rahmen des Nationalen Chemikaliensicherheitsrates (CONASQ) eingerichtet wurde, die vorläufige Version des nationalen Aktionsplans für handwerklichen und kleinmaßstäblichen Goldabbau (PAN MAPE) vorgelegt. Das Dokument legt die Strategien, Maßnahmen und Ziele Brasiliens zur Erfüllung der entsprechenden Verpflichtungen fest.
Der Plan ist ein strategischer Bestandteil der Bemühungen des MME, die Beteiligung von Regierung, Zivilgesellschaft und anderen relevanten Institutionen an der Ausarbeitung des Programms auszuweiten. Die Arbeitsgruppe dient als Koordinierungsplattform zwischen den brasilianischen Akteuren bei der Umsetzung des Minamata-Übereinkommens über Quecksilber; zu ihren Aufgaben gehört die Überwachung von Maßnahmen im Zusammenhang mit dem handwerklichen und kleinmaßstäblichen Goldabbau (der in Brasilien vor allem als Goldwäscherei betrieben wird).
Die Direktorin für nachhaltige Entwicklung im Bergbau, Julevânia Olegário, stellte die vorläufige Version des PAN MAPE im Namen des MME vor. Diese Version zielt darauf ab, Maßnahmen und Leitlinien zu entwickeln, um die Verwendung von Quecksilber im brasilianischen handwerklichen und kleinmaßstäblichen Goldabbau in kürzestmöglicher Zeit zu beseitigen und sicherere und nachhaltigere Abbaupraktiken zu fördern. Laut ihren Angaben berücksichtigt der Plan die sozioökonomische Bedeutung der legalen Goldwäscherei und ergreift gleichzeitig Maßnahmen zur Verringerung der Umweltauswirkungen und der Gesundheitsrisiken für die betroffene Bevölkerung.
„Die Aufgabe des MME besteht darin, öffentliche Politiken umzusetzen, die praktikable Alternativen für die Durchführung dieser Tätigkeit auf verantwortungsvolle, umweltverträgliche und sozial gerechte Weise bieten. Der PAN MAPE stellt einen wichtigen Fortschritt in diesem Prozess dar und stärkt Brasiliens Engagement für die Beseitigung der Quecksilberverwendung im Goldabbau“, betonte die Direktorin. Als nächster Schritt ist geplant, das Dokument öffentlich zur Konsultation zu stellen, um die Beteiligung der Zivilgesellschaft, des Produktionssektors, der Wissenschaft und anderer Interessengruppen an der Ausarbeitung der Maßnahmen zu erweitern, die die endgültige Fassung des Plans bilden. Diese Initiative unterstreicht das Engagement des MME für die nachhaltige Entwicklung der Bergbautätigkeit und bringt die Goldproduktion in Einklang mit den besten Umweltpraktiken sowie den internationalen Normen zum Schutz von Gesundheit und Umwelt.
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