Chiles staatliches Kupferunternehmen schließt Mine Radomiro Tomic an Meerwasserentsalzung an – Kapazität 840 Liter pro Sekunde
2026-06-24 17:11
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de.wedoany.com-Bericht: Die Mine Radomiro Tomic des chilenischen Staatsunternehmens Codelco in der Region Antofagasta ist offiziell an die Versorgung mit entsalztem Meerwasser angeschlossen worden. Dies markiert einen entscheidenden Fortschritt für die nachhaltige Wassernutzung im Norden des Landes. Das Projekt wurde von Techint E&C für Aguas Horizonte im Rahmen des „Proyecto Suministro de Agua Desalinizada Distrito Norte“ entwickelt und zielt darauf ab, die drei Minen Chuquicamata, Radomiro Tomic und Ministro Hales mit einer stabilen Wasserversorgung zu versorgen.

Die auf über 3.000 Metern Höhe gelegene Mine Radomiro Tomic gehört dem chilenischen Staatsunternehmen Codelco.

Das Wasserversorgungskonzept umfasst die Meerwasserentnahme, die anschließend in der Anlage Caleta Viuda, 14 Kilometer von Tocopilla entfernt, entsalzt wird. Das entsalzte Wasser wird über ein mehr als 160 Kilometer langes Rohrleitungssystem zu den auf über 3.000 Metern Höhe gelegenen Minen transportiert. Das System umfasst drei Pumpstationen sowie entsprechende Speicher- und Verteilungsinfrastruktur. Vor der offiziellen Inbetriebnahme durchlief das Projekt strenge Testverfahren, darunter die Druckprüfung der Hauptleitung (unterteilt in zehn Abschnitte), um deren Dichtheit und Betriebssicherheit beim Durchqueren von Wüsten, Schluchten, dem Río Loa und Bergregionen zu überprüfen.

Laut Angaben von Techint E&C hat das Projekt bereits 99 % Fortschritt erreicht. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird die Entsalzungsanlage eine Kapazität von 840 Litern pro Sekunde haben und auf bis zu 1.956 Liter pro Sekunde erweiterbar sein.

Die Rohrleitung durchquert Wüsten, Schluchten, den Río Loa und Gebirgszüge auf einer Länge von 160 Kilometern bis zu den Minen von Codelco im Norden Chiles.

Der Bau dieser Infrastruktur hatte zudem erhebliche wirtschaftliche und beschäftigungspolitische Auswirkungen vor Ort. In der Spitzenbauphase schuf das Projekt rund 8.000 Arbeitsplätze. Die schrittweise Integration von entsalztem Meerwasser in den Bergbaubetrieb ist zu einer der Kernstrategien der chilenischen Industrie zur Bewältigung der Wasserknappheit und zur Verringerung des Drucks auf kontinentale Wasserquellen geworden. Dieses Modell wird bei großen Bergbauprojekten zunehmend dominierend.

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