de.wedoany.com-Bericht: Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat kürzlich eine Vereinbarung mit dem europäischen KI-Rechenzentrums-Start-up Project Enki und dem Elektrodienstleister ABB unterzeichnet, um gemeinsam die Entwicklung von Offshore-Rechenzentren zu erkunden, die direkt mit Offshore-Windparks verbunden sind.

Gemäß der Kooperationsvereinbarung wird Project Enki für die Entwicklung und den Betrieb der Offshore-Rechenzentren verantwortlich sein, während Vattenfall erneuerbare Energie aus seinen Offshore-Anlagen bereitstellt. Dieses Konzept zielt darauf ab, grünen Strom direkt am Erzeugungsort für die Stromversorgung der Rechenzentren zu nutzen. Nardi Polak, Leiter für Lieferanteninnovation bei Vattenfall, erklärte, dass das Projekt untersuche, wie bestehende Technologien auf neue Weise kombiniert werden können, um erneuerbare Energie direkt am Erzeugungsort zu verbrauchen und so die Kapazität der Windparks effizienter zu nutzen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Cloud-Rechenzentren sind diese Offshore-Anlagen speziell für langwierige, rechenintensive Verarbeitungsaufgaben ausgelegt. In Zeiten geringerer Windstromerzeugung werden einige Arbeitslasten verzögert oder reduziert, wodurch eine flexiblere Abstimmung zwischen Stromerzeugung und Rechenbedarf entsteht. Paul Kunneman, Geschäftsführer von Project Enki, bezeichnete dies als Nutzung von Windenergie, die sonst verschwendet würde, wobei der Stromverbrauch nicht zu Lasten der Haushaltsstromversorgung gehe.
Der Plan kann auch Herausforderungen bei der Produktion erneuerbarer Energien bewältigen. Sauberer Strom, der aufgrund von Netzüberlastung oder ungünstigen Marktbedingungen abgeregelt wird, wird gemäß vorab festgelegten kommerziellen Vereinbarungen von den Offshore-Rechenzentren vor Ort verbraucht. Die Kühlsysteme der Rechenzentren nutzen Meerwasser, was nach Ansicht der Partner die Kühleffizienz verbessert und gleichzeitig den Energieverbrauch sowie die damit verbundenen Kohlenstoffemissionen senkt.
Das Projekt befindet sich derzeit noch in einer frühen Phase, und die Partner konzentrieren sich auf die Bestimmung des ersten Einsatzortes. Ein gemeinsames Projektteam aus Vattenfall, Project Enki und ABB bewertet die technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftlichen Auswirkungen des Konzepts, einschließlich der Infrastrukturanforderungen, der Betriebsfähigkeit und der potenziellen Vorteile.
Vattenfall ist ein schwedisches Staatsunternehmen im Energiesektor und einer der größten Windkraftentwickler außerhalb des europäischen Marktes. Das Unternehmen verfügt derzeit über eine Offshore-Windkraftkapazität von etwa 4,4 Gigawatt in Europa. Mit der zunehmenden Landknappheit gewinnt das Konzept der Offshore-Rechenzentren an Aufmerksamkeit. Erst letzten Monat hat der chinesische Entwickler HiCloud vor der Küste Shanghais sein durch Offshore-Windkraft betriebenes Unterwasser-Rechenzentrum in Betrieb genommen. Das Projekt mit einer Kapazität von 24 Megawatt befindet sich im neuen Lingang-Gebiet von Shanghai. Es wurde im Juni 2025 offiziell gestartet, im Oktober fertiggestellt und nahm nach erfolgreichem Abschluss der ersten Tests im Februar letzte Woche den vollständigen kommerziellen Betrieb auf.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









