Nissan erhält 10 Millionen Pfund aus Großbritannien für Entwicklung von Technologien zur Senkung der Ladekosten für Elektroautos
2026-06-24 15:07
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de.wedoany.com-Bericht: Nissan leitet ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt namens Suite, das mit 10 Millionen Pfund von der britischen Regierung gefördert wird. Ziel ist es, Technologien zu entwickeln, die das Laden von Elektrofahrzeugen effizienter und kostengünstiger machen, die Energiekosten für Nutzer senken und die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien fördern.

Das Projekt wird von Ingenieuren des Nissan Europe Technical Centre in Cranfield geleitet und integriert fahrzeuginterne Solarzellen, intelligente Ladesysteme, Künstliche Intelligenz und Vehicle-to-Grid (V2G)-Lösungen. Diese Innovationen werden am in Großbritannien hergestellten vollelektrischen Nissan LEAF getestet, um ihre Leistung unter realen Bedingungen zu validieren.

Suite ist die Abkürzung für „Smart Use of Integrated Technology for EVs". Das Projekt zielt darauf ab, fortschrittliche Leistungselektronik, intelligentes Nachfragemanagement und die Integration erneuerbarer Energien im Fahrzeug selbst zu kombinieren, um den Herausforderungen steigender Energiekosten beim Laden zu Hause und an öffentlichen Stationen zu begegnen.

Das auf drei Jahre angelegte Programm läuft im Rahmen der 4 Milliarden Pfund schweren britischen Drive35-Initiative, die vom Department for Business and Trade verwaltet wird, in Zusammenarbeit mit dem Advanced Propulsion Centre (APC) UK und Innovate UK. Nissan koordiniert ein Konsortium aus zehn Unternehmens- und Hochschulpartnern.

Zu den geplanten Technologien gehören in das Fahrzeug integrierte Solarzellen in Reihe. Ihre Funktion besteht darin, die Batterie mit erneuerbarer Energie zu versorgen, die Reichweite pro Ladung zu erhöhen und die Häufigkeit zu verringern, mit der Nutzer ans Stromnetz gehen müssen, was sich potenziell auf die Stromrechnung zu Hause auswirkt.

Das Projekt umfasst auch ein Intelligent Charge Management System (ICMS), das den Stromverbrauch der Nutzer steuern soll. Dieses System optimiert die Energienutzung und speist überschüssige erneuerbare Energie zurück ins Netz, wenn das Fahrzeug nicht fährt.

Ein weiterer Arbeitsbereich ist ein bidirektionales Automated Charging Device (ACD) für V2G-Verbindungen in realen Umgebungen. Diese Lösung soll den Zugang zu bidirektionalem Laden verbessern, ein freihändiges Erlebnis bieten und gleichzeitig die Verbindung des Fahrzeugs zum Netz aufrechterhalten.

Das Technologiepaket umfasst auch einen hocheffizienten Traktionswechselrichter auf Basis von Galliumnitrid (GaN) mit KI-gestützter Steuerung. Nach dem Projektkonzept soll diese Technologie dazu beitragen, dass Elektrofahrzeuge Energie effizienter nutzen und den Nutzern hohe Leistung zu geringeren Kosten bieten.

Die Integration dieser Komponenten in ein einzelnes Fahrzeug ermöglicht die Kombination von hocheffizienter Leistungselektronik, fahrzeuginterner Solarstromerzeugung, intelligentem Laden und V2G-Fähigkeiten. Nissan und seine Partner werden den neuen Nissan LEAF als Testplattform nutzen, um die Gesamtlösung unter realen Nutzungsbedingungen zu demonstrieren.

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