de.wedoany.com-Bericht: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat einen Kredit in Höhe von bis zu 46 Millionen Euro für den bosnischen Stromübertragungsbetreiber Elektroprenos-Elektroprijenos BiH Banja Luka (TransCo) genehmigt, um die Modernisierung des Stromübertragungsnetzes des Landes voranzutreiben.

Die Mittel werden für die Beschaffung und Installation von vier variablen Parallelreaktoren (VSR) an wichtigen Umspannwerken in ganz Bosnien und Herzegowina verwendet, um die Netzstabilität zu verbessern, die Integration erneuerbarer Energien zu unterstützen und den Stromaustausch mit Nachbarländern zu verstärken. VSR-Geräte spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Spannungsniveaus im Übertragungsnetz und tragen dazu bei, einen stabilen und effizienten Netzbetrieb zu gewährleisten. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien am Strommix des Landes werden die Betriebsbedingungen des Stromsystems zunehmend dynamischer, was die Bedeutung solcher Geräte weiter erhöht.
Es wird erwartet, dass das Projekt die Flexibilität und Widerstandsfähigkeit der Übertragungs-infrastruktur Bosniens und Herzegowinas erheblich stärkt. Durch die Fähigkeit des Netzes, größere Mengen erneuerbarer Energien aufzunehmen, wird die Modernisierung dazu beitragen, neue Wind- und Solarenergieprojekte anzuschließen und gleichzeitig die Systemstabilität zu erhalten. Die Investition wird auch langjährige technische Herausforderungen wie überhöhte Spannungsniveaus im Netz angehen, die bisher die Aufnahmekapazität für weitere erneuerbare Energien einschränkten. Darüber hinaus wird das Projekt die regionale Energieintegration fördern, da das modernisierte Übertragungssystem grenzüberschreitende Stromflüsse besser steuern und den verstärkten Stromhandel mit den Nachbarländern des Westbalkans unterstützen kann. Dies trägt zur Schaffung eines stärker vernetzten und effizienteren regionalen Strommarktes bei und stärkt die Rolle Bosniens und Herzegowinas in der regionalen Energiezusammenarbeit.
Die Modernisierung wird voraussichtlich die Übertragungsverluste im gesamten Netz reduzieren. Geringere Verluste bedeuten weniger Energieverschwendung, was wiederum die Treibhausgasemissionen senkt und die breiteren Dekarbonisierungs- und Ziele für saubere Energie Bosniens und Herzegowinas unterstützt. Die Investition ist Teil des umfassenderen Kapitalentwicklungsplans von TransCo, der sich auf die Stärkung der Energieinfrastruktur konzentriert, um den wachsenden Anforderungen des Anschlusses erneuerbarer Energien und des grenzüberschreitenden Stromaustauschs gerecht zu werden. Mit der anhaltenden Expansion von Projekten für erneuerbare Energien in der Region wird die Erhöhung der Übertragungskapazität für die Gewährleistung einer zuverlässigen Stromversorgung und langfristigen Energiesicherheit immer wichtiger.
Francesco Corbo, Leiter des Bereichs Energie für den Westbalkan und Kroatien bei der EBRD, erklärte, dass ein robustes und zuverlässiges Übertragungsnetz für eine erfolgreiche Energiewende von entscheidender Bedeutung sei. Er wies darauf hin, dass das Projekt die Netzstabilität verbessern, eine größere Nutzung erneuerbarer Energien unterstützen und die tiefere Integration des regionalen Strommarktes fördern werde, und betonte gleichzeitig das Engagement der EBRD, die Partnerschaft mit TransCo bei zukünftigen Infrastruktur- und Verbindungsprojekten fortzusetzen. Dr. Miro Džakula, Generaldirektor von TransCo, sagte, das Projekt sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Stromnetzes des Landes; die Modernisierung werde die Betriebsstabilität erhöhen, Energieverluste reduzieren und zur langfristigen Nachhaltigkeit und Effizienz des Stromsystems Bosniens und Herzegowinas beitragen. Seit Beginn ihrer Tätigkeit in Bosnien und Herzegowina hat die EBRD über 3,5 Milliarden Euro in 268 Projekte in verschiedenen Sektoren investiert.
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