de.wedoany.com-Bericht: Die Präsidentin von Petrobras, Magda, erklärte am Dienstag (23.), dass das Unternehmen und der Bundesstaat Rio de Janeiro die Absicht haben, in diesem Bundesstaat einen petrochemischen Komplex zu errichten. Der Standort soll sich um den Polo Boaventura drehen, wo das Unternehmen bereits seine Erdgasverarbeitungsaktivitäten gebündelt hat und den Bau eines thermischen Kraftwerks plant.

Laut der Präsidentin des Staatsunternehmens könnte die Kunststoffindustrie in den umliegenden Gebieten die Integration von Petrobras und Braskem nutzen. Diese Idee wiederholt in gewissem Maße das Konzept des alten COMPERJ (Petrochemischer Komplex von Rio de Janeiro), der nach jahrelangem Stillstand aufgrund der Branchenkrise und Korruptionsfällen zu einem auf Erdgasverarbeitung fokussierten Geschäft umstrukturiert wurde.
„Wir haben das Recht, von einem petrochemischen Komplex rund um den Boaventura-Komplex zu träumen, der industrielle Kunden binden kann. Wir wollen Erdgas produzieren, verarbeiten und dieses Erdgas nutzen, um die Raffineriegeschäfte im Bundesstaat Rio de Janeiro zu verbessern. Wir wollen, dass dieses Erdgas bei Braskem in Rio verwendet wird und eine Endnutzung findet. Warum sollte der Bundesstaat Rio de Janeiro nicht Rohre und Fittings sowie PET-Flaschen und Autokunststoffteile herstellen, alles rund um Boaventura angesiedelt? Das ist die Zukunft, die wir uns vorstellen.“, sagte Magda bei der Vorstellung des „Rio Oil Yearbook 2026“ durch Firjan (Industrieverband des Bundesstaates Rio de Janeiro).
In zwei Redebeiträgen bekräftigte Magda erneut die Ablehnung von Petrobras gegenüber dem Projekt Gas Release zur Dezentralisierung der Erdgasindustrie. Dieses Projekt befindet sich derzeit in der Prüfungsphase der ANP (Nationale Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe). Die ANP plant öffentliche Konsultationen im Oktober und November sowie die Umsetzung des Plans im Jahr 2027. Als größter Erdgasproduzent Brasiliens ist Petrobras das Hauptziel von Gas Release.
„Wir haben die Menge an Erdgas, die wir auf dem brasilianischen Markt liefern, verdoppelt. Allein das hat die Wiederinbetriebnahme von Düngemittelfabriken ermöglicht. Wir heben das Gesetz von Angebot und Nachfrage nicht auf. Die Änderung des Eigentums an Erdgas senkt den Erdgaspreis nicht. Was den Erdgaspreis senkt, sind Arbeit, Investitionen, neue Projekte und Erdgas auf dem Markt. Dafür setzen wir uns ein. Ohne eine Steigerung der Produktion wird es keine Steigerung der Nachfrage geben.“, sagte Magda.
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