de.wedoany.com-Bericht: Die deutsche Immobilieninvestmentgesellschaft Deka Immobilien und der dezentrale Energieversorger Enviria realisieren ein integriertes Projekt auf einem Logistikgelände in Meerane, Sachsen, das mehrere Komponenten eines ganzheitlichen Systems zur Integration erneuerbarer Energien vereint. Laut einer Pressemitteilung von Enviria vom 23. Juni werden die Mieter des Geländes künftig von einer Stromversorgung aus erneuerbaren Energien profitieren.

Auf den Dächern von fünf Logistik- und Industriehallen wird eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 12,3 Megawatt Peak installiert, ergänzt durch Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und ein intelligentes Energiemanagementsystem. Die Partner planen, die Photovoltaikabdeckung in Zukunft vollständig zu realisieren, einschließlich einer sechsten Halle. Im Rahmen eines Dachpachtmodells stellt Deka Immobilien die Flächen zur Verfügung, während Enviria die Finanzierung, den Bau und den Betrieb des gesamten Energiesystems übernimmt.
Kern des Projekts ist ein Batteriespeichersystem mit einer Leistung von 12,5 MW / 25 MWh. Laut Enviria verbessert dies sowohl die Wirtschaftlichkeit auf Gebäudeseite als auch die Flexibilität des Energiesystems. Das System wird auf einer Dachfläche von 122.000 Quadratmetern rund 26.300 Module installieren und langfristig jährlich über 12,2 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugen, was dem Jahresverbrauch von etwa 4.000 Haushalten entspricht. Jährlich können so rund 5.000 Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden. Die bestehende Netzanschlusskapazität vor Ort kann für das gesamte Solar-Ökosystem genutzt werden.
Melchior Schulze Brock, CEO von Enviria, erklärte, dass das System durch die Integration des Batteriespeichers in der Lage sei, Lastspitzen aktiv zu managen, den Eigenverbrauch effizient zu nutzen und gleichzeitig energiewirtschaftliche Chancen zu erschließen. Die Kombination dieser Elemente sei entscheidend für die Schaffung resilienter Gewerbeimmobilien.
Die Ladeinfrastruktur ist Teil des Energiesystems und soll das Immobilienportfolio nicht nur energetisch, sondern auch logistisch für zukünftige Anforderungen rüsten. Alle Komponenten sind über ein zentrales Energiemanagementsystem vernetzt und gesteuert, um sicherzustellen, dass der vor Ort erzeugte Strom dort genutzt wird, wo er benötigt wird.
Die Installation soll im dritten Quartal 2026 beginnen, die Inbetriebnahme ist etwa ein Jahr später vorgesehen.
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