Westlake Vinnolit in Deutschland übernimmt PVC-Werk mit 380.000 Tonnen Jahreskapazität
2026-06-24 15:13
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de.wedoany.com-Bericht: Die Westlake Corporation gab bekannt, dass ihre deutsche Tochtergesellschaft Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG die Übernahme eines Produktionsstandorts für Polyvinylchlorid (PVC) und Vinylchlorid-Monomer (VCM) im deutschen Wilhelmshaven abgeschlossen hat. Das Werk, das sich zuvor in Insolvenzverwaltung befand, verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von 380.000 Tonnen PVC.

Jean-Marc Gilson, Präsident und CEO von Westlake, erklärte, dass die Übernahme durch die Ausweitung der globalen Präsenz des Unternehmens im Vinylchlorid-Bereich sowohl das Hochleistungs- als auch das Basismaterialgeschäft stärkt und gleichzeitig die bestehenden Produktionsanlagen in Europa und Nordamerika ergänzt. Das an der Nordseeküste in Niedersachsen gelegene Werk in Wilhelmshaven profitiert von einer hervorragenden logistischen Infrastruktur, einschließlich eines Tiefwasserhafens, die eine effiziente Rohstoffversorgung ermöglicht. Er begrüßte zudem die Aufnahme der Mitarbeiter des Standorts.

Westlake Germany GmbH & Co. KG

Der Abschluss der Übernahme sichert den Fortbestand von rund 350 Arbeitsplätzen am Standort Wilhelmshaven. Die Transaktion umfasste den Erwerb des gesamten operativen Geschäfts im Wege einer Betriebsübertragung und war aufgrund der Anpassung mehrerer vertraglicher Regelungen, darunter Nutzungsrechte für das Werksgelände und Zugangsrechte zur Hafeninfrastruktur, strukturell komplex. Der Standort Wilhelmshaven, der seit 1981 in Betrieb ist, zählt zu den größten Produktionsstätten für Suspensions-PVC in Europa. Das Werk verfügt zudem über eigene Kaianlagen mit direktem Zugang zum Tiefwasserhafen, der auch das LNG-Terminal in Wilhelmshaven bedient und somit eine bedeutende Rolle für die deutsche Energieinfrastruktur spielt.

Die Übernahme ist Teil der globalen Kapazitätsausbaustrategie von Westlake im Vinylchlorid-Bereich. Die europäische PVC-Industrie befindet sich derzeit in einer Phase des strukturellen Wandels, in der energieintensive Produktionsanlagen unter dem doppelten Druck von Umweltauflagen und Energiekosten stehen, was den Trend zur Branchenkonsolidierung verstärkt.

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