de.wedoany.com-Bericht: Das neue einheitliche Leitstellenzentrum (Unified Dispatch Center) für das Eisenbahnverkehrsmanagement in Serbien, das sich in Makiš in der Nähe des Bahnhofs Belgrad-Ranžirna befindet, ist zu 83 % fertiggestellt. Die Investitionssumme für das Projekt beträgt 127 Millionen Euro. Das Zentrum wird mithilfe von Automatisierungs- und Künstlicher Intelligenz-Technologie eine zentrale Steuerung des Eisenbahnverkehrs ermöglichen, um das Risiko menschlicher Fehler zu verringern.

Das Zentrum wird als wichtigster Koordinierungsknotenpunkt für den serbischen Eisenbahnverkehr positioniert. Mit der Modernisierung der Strecken und der Anbindung neuer digitaler Systeme soll es schrittweise das gesamte nationale Eisenbahnnetz integrieren. Derzeit wird das Zentrum von 23 Mitarbeitern betrieben und verwaltet etwa 540 Kilometer Eisenbahnstrecken. Die serbischen Behörden planen, innerhalb der nächsten sechs bis sieben Monate die Strecke Belgrad-Subotica in das Kontrollsystem des Zentrums einzubinden. Langfristiges Ziel ist es, das Leitsystem auf 3357 Kilometer Eisenbahnstrecken auszudehnen, das neue Zentrum zum zentralen Leitknotenpunkt des gesamten Landes zu machen und es auf die höchste Ebene aller bestehenden und zukünftigen regionalen Leitstellen im Inland zu stellen. Alle zukünftigen Eisenbahnprojekte müssen mit diesem zentralen System kompatibel sein.
Die serbischen Behörden betonen die große Bedeutung des neuen Zentrums für die Verbesserung der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Eisenbahnverkehr. Das System zielt auf eine zentrale Verkehrssteuerung ab, um eine effizientere Netzüberwachung zu ermöglichen und die Abhängigkeit von manuellen Eingriffen zu verringern. Neben der Verkehrssteuerung wird das Zentrum das Eisenbahnnetz auch mittels Sicherheitskameras überwachen, um Diebstahl von Kabeln und Komponenten zu verhindern. Bislang wurden etwa 500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, um das Eisenbahnnetz an das neue Leitsystem anzuschließen.
Das Projekt wird von der NIAS-Forschungsinstitut (Institut NIAS), einer Tochtergesellschaft der Russischen Eisenbahnen (Russian Railways), durchgeführt. An der Präsentation des Zentrums nahmen serbische Beamte, Vertreter der RJD International sowie der russische Botschafter in Serbien, Aleksandr Boțan-Harcenko, teil. RJD International war in den letzten Jahren an mehreren Modernisierungsprojekten der serbischen Eisenbahn-infrastruktur beteiligt. Russische Vertreter erklärten, dass das Unternehmen in den Modernisierungsprozess der serbischen Infrastruktur integriert sei und Serbien weiterhin zu den vorrangigen Zielen des Unternehmens in der kommenden Zeit zähle.
Im Rahmen der Präsentation des Leitstellenzentrums wurde auch der Zustand einiger serbischer Eisenbahnstrecken erörtert. Besonders schlecht ist der Zustand des 210 Kilometer langen Streckenabschnitts Valjevo-Vrbnica, insbesondere auf dem Teilstück von Kosjerić bis zur montenegrinischen Grenze. Die serbischen Behörden gaben an, dass eine umfassende Modernisierung dieser Strecke Investitionen von über 2 Milliarden Euro erfordern und etwa fünf bis sechs Jahre dauern könnte.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









