Der deutsche Nichteisenmetall-Lieferant Aurubis AG prognostiziert: Bis 2035 könnte Metallrecycling bis zu 25 % des benötigten Kupfers liefern
2026-06-26 11:57
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de.wedoany.com-Bericht: Deutschlands Nichteisenmetall-Lieferant Aurubis AG gab auf dem Weltbergbaukongress 2026 bekannt, dass Metallrecycling bis 2035 weltweit bis zu einem Viertel des benötigten Kupfers bereitstellen könnte, um den durch die Energiewende und Elektrifizierung steigenden Bedarf zu decken.

Hofkens, Chief Operating Officer (COO) von Aurubis, wies darauf hin, dass die Kupferindustrie mit einer wachsenden Angebotslücke konfrontiert sei. Derzeit stammen weltweit etwa 5 Millionen Tonnen Kupfer aus recycelten Materialien. Sie erwartet, dass bis 2035 weitere rund 2,5 Millionen Tonnen Sekundärkupfer benötigt werden, um einen Teil der Marktnachfrage zu decken.

„Wir können Recycling nicht mehr nur als Nachhaltigkeitsthema betrachten – es ist zu einer strategischen Versorgungsfrage geworden“, sagte Hofkens vor globalen Bergbauvertretern in Lima.

Recycling biete zeitliche Vorteile gegenüber der Erschließung neuer Minenprojekte: Neue Projekte benötigten in der Regel 12 bis 15 Jahre von der Exploration bis zur Produktion, während Investitionen in die Recycling-Infrastruktur in kürzerer Zeit realisiert werden könnten.

Als einer der größten Kupferproduzenten Europas und weltweit führend im Multimetallrecycling verarbeitet Aurubis derzeit jährlich rund 1,1 Millionen Tonnen Recyclingmaterial. In den letzten Jahren hat das Unternehmen über 1,5 Milliarden US-Dollar investiert, wovon der Großteil in den Ausbau der Recyclingkapazitäten und die Rückgewinnung kritischer Metalle floss.

Allerdings warnte Hofkens, dass die größte Herausforderung nicht mehr die Verfügbarkeit von Recyclingtechnologien sei, sondern die Sicherstellung des Zugangs zu recycelbaren Materialien. „Die Nachfrage ist da, die Kapazitäten sind da. Wir brauchen, dass diese Materialien in das Recyclingsystem gelangen“, so Hofkens.

Hofkens zufolge werde das Konzept des „Urban Mining“ zunehmend an Bedeutung gewinnen, um die Versorgung aus neuen Minenbetrieben zu ergänzen. „All diese Materialien wurden bereits abgebaut. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass sie in die Wertschöpfungskette zurückkehren und wiederverwendet werden können“, fasste sie zusammen.

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