Nigerias REA hat über 1.000 Mikronetze installiert
2026-06-26 13:59
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de.wedoany.com-Bericht: Die ländliche Elektrifizierungsbehörde (REA) hat landesweit über 1.000 erneuerbare Mikronetze installiert, als Teil ihrer Bemühungen, die Stromversorgung in ländlichen und unterversorgten Gemeinden auszuweiten. Der Generaldirektor der Behörde, Abba Abubakar Aliyu, gab dies am Dienstag in einem Interview mit Trust TV bekannt und erklärte, dass diese Mikronetze durch eine Kombination aus öffentlicher Unterstützung und privaten Investitionen dazu beitragen, die Stromlücke im Land zu schließen.

Laut Aliyu richten sich die isolierten Mikronetze an Gemeinden, die nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen sind, während die Behörde 50 netzgekoppelte Mikronetze entwickelt, um die Stromversorgung in bereits angeschlossenen, aber weiterhin unterversorgten Gebieten zu verbessern. Er erläuterte, dass die Bundesregierung das 750 Millionen US-Dollar schwere Programm „Distributed Access through Renewable Energy Scaling (DARES)" nutzt, um mehr private Beteiligung im nigerianischen Clean-Energy-Sektor zu gewinnen. Das Programm zielt nicht darauf ab, Energieprojekte vollständig durch öffentliche Kredite zu finanzieren, sondern vielmehr darauf, durch Zuschussunterstützung und ergebnisbasierte Finanzierung privates Kapital für Investitionen in erneuerbare Energie-Infrastruktur zu mobilisieren. Aliyu erklärte, dass das Programm voraussichtlich zusätzliche 1,1 Milliarden US-Dollar an privaten Investitionen anziehen werde, wodurch sich die Gesamtmittel für ländliche Elektrifizierungsprojekte auf fast 2 Milliarden US-Dollar belaufen.

Das DARES-Programm, das von der Weltbank unterstützt und durch die REA umgesetzt wird, zielt darauf ab, den Zugang zu zuverlässiger und nachhaltiger Stromversorgung zu beschleunigen und gleichzeitig die langfristige Beteiligung des Privatsektors an der Energiewende zu fördern. Der REA-Leiter betonte auch die wachsende lokale Kapazität der nigerianischen Solarindustrie und führte die jüngsten Fortschritte auf staatliche Maßnahmen zur Stärkung der heimischen Fertigung erneuerbarer Energien zurück. Er erklärte, dass die Produktionskapazität für Solarmodule (Photovoltaik, PV) in Nigeria von etwa 120 Megawatt auf 500 bis 600 Megawatt gestiegen sei und eine Ausweitung der Fertigungskapazität auf 3,7 Gigawatt geplant sei. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die in Nigeria hergestellten Solarzellen bereits lokale Projekte beliefern und in andere afrikanische Länder exportiert werden, was die wachsende Rolle des Landes in der afrikanischen Wertschöpfungskette für erneuerbare Energien widerspiegelt. Die Ausweitung der Mikronetze und der Ausbau der lokalen Solarfertigung werden voraussichtlich Nigerias Ziele für saubere Energie unterstützen, die Energiearmut verringern und den Zugang zu zuverlässiger Stromversorgung für Millionen von Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen im ganzen Land verbessern.

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