de.wedoany.com-Bericht: Das schwedische Gezeitenenergieunternehmen Minesto hat im ersten Quartal 2026 sowohl im Markt- als auch im Technologiebereich Fortschritte erzielt. Im Januar wurde das Unternehmen in das Projektentwicklungsbeihilfe-Programm (PDA) der Europäischen Investitionsbank (EIB) aufgenommen und erhält umfassende Investitionsberatung. Dieses Programm bietet ausgewählten erneuerbaren Energieprojekten in der EU kostenlose Finanzberatung. Das ausgewählte Projekt von Minesto ist ein neues 10-MW-Dragon-Farm (Gezeitenenergie-Array) in EU-Gewässern. Ziel ist es, durch die Finanzberatung der EIB die Attraktivität des Investitionsvorschlags zu steigern und 25 Millionen Euro einzuwerben.
Minesto erhielt über das Global Innovation Accelerator (GIA)-Programm von der Schwedischen Energieagentur (SEA) eine Förderung in Höhe von 24.000 Euro, um die Markterschließung in Taiwan zu beschleunigen. Im Rahmen des Programms nahm das Unternehmen offiziell am im Dezember in Taipeh stattfindenden hochrangigen Nordisch-Taiwanesischen Forum für nachhaltige Energie teil. Gleichzeitig startete Minesto eine Zusammenarbeit mit dem spezialisierten Meeresenergie-Standortentwickler Haf-Afl, um den isländischen Markt aktiv zu erschließen. Die Zusammenarbeit wurde in Form einer Absichtserklärung besiegelt.
Im Bereich Produkttests laufen die Dragon-Tests in Vestmanna weiter. Das mikronetztaugliche Kraftwerk Dragon 4 (100 kW) wurde installiert und versorgt das Stromnetz der Färöer-Inseln. Es liefert Daten für die geplante Mikronetzinstallation, die teilweise von der Schwedischen Energieagentur gefördert wird. Der Gezeitenenergie-Drachen Dragon 12 (1,2 MW) wurde erfolgreich aus den Gewässern von Vestmannasund geborgen, nachdem er zehn Monate im Wasser betrieben wurde. Die megawattgroße Anlage wurde nach einem Robustheitstest, der über die kommerziellen Serviceintervalle hinausging, an Land gebracht und wird nun inspiziert und gewartet.
Die Finanzdaten zeigen, dass der Gesamtumsatz der Gruppe im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2026 5.619 Tsd. SEK betrug (Vorjahreszeitraum: 6.298 Tsd. SEK), hauptsächlich bestehend aus aktivierten Entwicklungskosten. Der Nettoumsatz lag bei 0. Das Betriebsergebnis betrug –7.065 Tsd. SEK (–10.697 Tsd. SEK). Das negative Ergebnis ist hauptsächlich auf Geschäftsentwicklungs- und Verwaltungskosten im Zusammenhang mit der Technologieentwicklung zurückzuführen. Die immateriellen Vermögenswerte zum Periodenende beliefen sich auf 581.541 Tsd. SEK (553.664 Tsd. SEK), darunter aktivierte Entwicklungskosten von 563.118 Tsd. SEK und aktivierte Patentkosten von 18.423 Tsd. SEK. Im Berichtszeitraum wurden Fördermittel in Höhe von 2.137 Tsd. SEK (246 Tsd. SEK) verbucht, die den Anschaffungswert der aktivierten Entwicklungskosten minderten. Der Cashflow zum Periodenende betrug –17.516 Tsd. SEK (–24.317 Tsd. SEK), die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich auf 50.081 Tsd. SEK (10.334 Tsd. SEK). Das Eigenkapital betrug 623.478 Tsd. SEK (557.716 Tsd. SEK), aufgeteilt in 260.111.612 Aktien (194.116.040 Aktien). Der Periodenverlust betrug –6.886 Tsd. SEK (–10.843 Tsd. SEK).
Dr. Martin Edlund (马丁·埃德隆德), CEO, erklärte, dass die auf einem breiten Ansatz basierende Markterschließungsstrategie des Unternehmens greife. Diese Strategie bringe lokale Partner, das politische Umfeld für erneuerbare Energien und die Standortressourcenbedingungen in Einklang. Das Unternehmen stehe kurz davor, mit Grundstücksentwicklern und Versorgungspartnern in bis zu zwanzig Märkten aktive Kooperationen aufzubauen. Mit Ausnahme der Färöer-Inseln und Wales bestehe die Rolle des Unternehmens in anderen Märkten darin, lokale Akteure zu unterstützen, indem es Betriebsparameter von Minesto und Inputs für Machbarkeitsstudien bereitstellt. Die derzeitigen makroökonomischen Turbulenzen beschleunigten die Markterschließungsaktivitäten. Auf der Produktseite erzeuge Dragon 4 weiterhin stabil Strom, bereite sich auf das Laden von Batterien vor und werde an einen neuen, leistungsgesteigerten Generator (50 % mehr Leistung) angepasst. Die Inspektion nach dem sicheren Rückbau von Dragon 12 habe gezeigt, dass die Anlage funktionsfähig sei, was neue Erkenntnisse über Serviceanforderungen und Design-Upgrades bringen werde. Die 2025 umgesetzten, auf Geschäftsentwicklung ausgerichteten Kostensenkungsmaßnahmen seien vollständig wirksam und wirkten sich wie erwartet auf den Cashflow aus.
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