de.wedoany.com-Bericht: Sungrow hat auf der Messe The Smarter E in München den neuen integrierten PowerHarbor-Batteriewechselrichter für den Wohnbereich vorgestellt.

Andrea Polini, Leiter des EU-Solar-/Speicherteams von Sungrow, erklärte gegenüber dem pv magazine, dass es sich um das erste integrierte Produkt des Unternehmens für den Wohnbereich handelt. Die entscheidende Innovation des Systems liegt in seiner modularen Batteriearchitektur. Im Gegensatz zu früheren Batteriesystemen von Sungrow verfügt jedes Modul im neuen Design über einen eigenen Optimierer, wodurch jedes Batteriemodul völlig unabhängig und intelligent gesteuert werden kann. Selbst alte und neue Module, die Jahre auseinander liegen, können kombiniert werden; das System gleicht ihren Betrieb automatisch aus, um über die gesamte Produktlebensdauer eine optimale Leistung zu gewährleisten.
Laut Hersteller ermöglicht diese Architektur auch eine intelligentere Energienutzung. Wenn nicht die volle Kapazität benötigt wird, kann das System Batteriemodule selektiv abschalten, beispielsweise nachts oder in Zeiten geringen Haushaltsverbrauchs im Winter. Durch die Aktivierung nur der notwendigen Module wird die Gesamteffizienz gesteigert und die Systemlebensdauer verlängert.
Polini fuhr fort, dass es leistungsstarke Lade- und Entladefähigkeiten unterstützt und für moderne Energieumgebungen wie dynamische Stromtarife und die Teilnahme an virtuellen Kraftwerken optimiert ist. Mithilfe KI-gesteuerter Steuerung kann das System die Solarstromerzeugung und den Haushaltsbedarf vorhersagen. Wenn beispielsweise später am Tag eine hohe Solarstromerzeugung erwartet wird, könnte das System das Laden am Morgen verzögern und dann während der Spitzenzeiten der Photovoltaikleistung konzentriert laden. Dadurch kann das System die Solarenergiespitzen besser erfassen und nutzen, mit einer Ladekapazität von bis zu 160 % der Nennleistung unter Spitzenladebedingungen.
Polini fügte hinzu, dass die Lösung auch mit einem neuen Gerät namens Energy Bridge ausgestattet ist, das als integriertes Backup-System fungiert. Das Gerät ist in einem kompakten Leistungsschalterformat konzipiert, ersetzt den herkömmlichen Hauptsicherungsautomaten im Haushalt und vereinfacht die Installation durch den Wegfall von Stromwandler-Klemmen. Im Normalbetrieb fließt der Strom wie gewohnt; bei einem Netzausfall trennt die Energy Bridge das System automatisch vom Netz und aktiviert sofort den Backup-Betrieb des Wechselrichters, wodurch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit der Nennkapazität des Wechselrichters gewährleistet wird.
Das Herzstück des Systems ist eine Reihe von Wechselrichter-Nennleistungen, die auf verschiedene Installationsgrößen zugeschnitten sind. Die kleinere Serie bietet Nennleistungen von 10 kW, 12 kW und 15 kW, die größere Serie reicht von 17 kW bis 30 kW. Das Unternehmen erklärte in einer Mitteilung, dass das System flexible Nennleistungen von 10–30 kW und Batteriemoduloptionen von 6–10 kWh bietet, wobei die Speicherkapazität auf 120 kWh erweiterbar ist.
Um die Solarenergienutzung während der Spitzenstromerzeugung zu maximieren, unterstützt der Wechselrichter eine 1,6-fache PV-Batterie-Schnellladefähigkeit. Laut Hersteller bieten die Modelle mit geringerer Kapazität einen Phasenunsymmetrie-Ausgang von bis zu 150 %, das High-End-Modell SH30TA unterstützt bis zu 125 %, was auch in Szenarien mit ungleichmäßiger Last eine stabile Leistung gewährleistet.
Die Energiespeicherung erfolgt über ein stapelbares Batteriesystem, das auf 314-Ah-Überkapazitäts-Lithium-Eisenphosphat-Pouchzellen basiert. Die modulare Architektur ermöglicht eine flexible Erweiterung durch verschiedene Batteriemoduloptionen wie 6 kWh, 9 kWh und 10 kWh. Berichten zufolge erreicht die Batterie unter Testbedingungen mit 90 % Entladetiefe eine Zyklenlebensdauer von bis zu 10.000 Zyklen.
Sowohl der Wechselrichter als auch die Batterieeinheit erfüllen die Schutzart IP66. Sungrow gibt an, dass Modelle mit 15 kW und darunter einen lüfterlosen Betrieb mit weniger als 35 dB(A) ermöglichen. Ein dreiphasiger Unsymmetrie-Ausgang von bis zu 150 % unterstützt stromintensive Geräte wie Elektroauto-Ladegeräte und Wärmepumpen, selbst wenn der Haushaltsbedarf ungleichmäßig auf die Phasen verteilt ist.
Aus Installationssicht teilt das Unternehmen mit, dass das System ein modulares, stapelbares Standdesign ohne Verkabelung zwischen den Modulen verwendet. Die Konnektivität wird durch RJ45-Schnellverbindungsschnittstellen und die Integration mit dem iHomeManager Mini vereinfacht, was eine erweiterte Systemsteuerung und Energieoptimierung ermöglicht und eine flexible Installation im Innen- und Außenbereich erlaubt.
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