de.wedoany.com-Bericht: Das Projekt „Anillo Aqua Loa“ (Proyecto Anillo Aqua Loa) wurde von der Universidad Católica del Norte (UCN) ins Leben gerufen und wird von der chilenischen Agencia Nacional de Investigación y Desarrollo (ANID) gefördert. Ziel ist es, die Wasserkrise aus einer integrierten, innovativen Perspektive zu bewältigen und die Bewirtschaftung des längsten Flusses Chiles, des Río Loa, grundlegend zu verändern.
Das Projekt wird in der Region Antofagasta durchgeführt und mit rund 660 Millionen Pesos über drei Jahre finanziert. Es kombiniert geologische und geophysikalische Erkundungen, Strukturanalysen, Fernerkundung, Isotopenuntersuchungen sowie hydrogeochemische Methoden und integriert ein Pilotprojekt zur Phytosanierung, das an die Bedingungen der Atacama-Wüste angepasst ist.
Projektleiter Dr. Christian Herrera Lameli betont, dass die Initiative eine fachliche Perspektive zur Bewältigung der Wasserkrise aus Sicht einer strategischen regionalen Ressource bietet. Der Hydrogeologe und Direktor des Centro de Investigación Tecnológica de Agua y Sustentabilidad en el Desierto (Ceitsaza) der UCN weist darauf hin, dass das Einzugsgebiet des Río Loa historisch durch landwirtschaftliche, bergbauliche, industrielle und Trinkwasserversorgungsaktivitäten stark beansprucht wurde, was die natürliche Abflussmenge, den Durchfluss und die Wasserqualität beeinträchtigt hat.
Zu den konkreten Zielen des Projekts gehören: die Bewertung neuer Grundwasserquellen für eine nachhaltige Landwirtschaft; die Verbesserung der Oberflächenwasserqualität in Grundwasserleitern durch Phytosanierung; die Untersuchung von Wasserflüssen und deren Ursprüngen; sowie die Modellierung von Grundwasserleitern zur Bestimmung der förderbaren Wassermengen.
Der Co-Projektleiter, Ceitsaza-Forscher Dr. Javier Urrutia, hebt hervor, dass das Einzugsgebiet des Río Loa die wichtigste Wasserressource der Region ist und landwirtschaftliche, städtische, bergbauliche sowie ökologisch wertvolle Ökosysteme unterstützt. Die Initiative zielt darauf ab, durch naturbasierte Lösungen anwendbares Wissen zu schaffen, neue Grundwasserquellen zu identifizieren, deren landwirtschaftliche Eignung zu bewerten und kritische Flussabschnitte wiederherzustellen.
Die Phytosanierung mit einheimischen Pflanzen ist eine vielversprechende Alternative zur Behandlung von verschmutztem Wasser. Diese Methode nutzt Pflanzen und ihre rhizosphärischen Mikroorganismen, um durch natürliche Prozesse Schadstoffe in der Umwelt abzubauen, zu immobilisieren oder zu entfernen, wodurch degradierte Böden wiederhergestellt werden. Sie ist eine effektive, kostengünstige und an Wüstenbedingungen angepasste Lösung.
Das Projekt arbeitet mit Institutionen wie der Universidad de las Américas (UDLA), der Rutgers University (USA), dem spanischen Consejo Superior de Investigación Científica (CSIC) und dem Instituto Geológico y Minero de España (IGME) zusammen, um die regionale Forschungskapazität im Bereich der Hydrogeologie in hyperariden Zonen zu stärken.
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