de.wedoany.com-Bericht: Der Betreiber des Müllheizkraftwerks Hannover-Lahe, EEW, und der kommunale Energieversorger enercity haben eine Vereinbarung getroffen, die Fernwärmeleistung des Kraftwerks zu erhöhen, ohne die Abfallmenge zu steigern. Die beiden Unternehmen unterzeichneten Anfang 2025 eine Vereinbarung, um die nutzbare Wärmeleistung durch eine Turbinenumgehung und weitere Effizienzoptimierungsmaßnahmen von derzeit 50 Megawatt auf bis zu 85 Megawatt zu steigern.

Zu den Optimierungsmaßnahmen gehört, dass bei hohem Fernwärmebedarf Dampf an der Turbine vorbei direkt in das Fernwärmenetz geleitet wird; in anderen Betriebsmodi wird auf Kraft-Wärme-Kopplung umgeschaltet. Dadurch können Wärmeverluste reduziert und das nutzbare Energieangebot erhöht werden, wobei die Stromerzeugung bei maximaler Wärmeauskopplung entsprechend sinkt. Die ersten Umbauten sind Teil der aktuellen Generalüberholung des Kraftwerks; die gesamten Arbeiten sollen bis zum zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein, und die zusätzliche Wärmeleistung soll in der Heizperiode 2027/2028 in Betrieb gehen. enercity hat zudem in den Ausbau des Rohrleitungsnetzes investiert, um die erhöhte Wärmekapazität in ganz Hannover verteilen zu können.
enercity plant, das optimierte Kraftwerk als flexibles Spitzenlastmodul in seinen diversifizierten Wärmemix zu integrieren. Je nach tatsächlichem Bedarf und Marktlage kann das Kraftwerk entweder vorrangig Wärme oder Strom erzeugen, um so die Versorgungssicherheit bei Kälte zu gewährleisten und einen marktorientierten Betrieb zu ermöglichen.
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