de.wedoany.com-Bericht: Die Automobilindustrie durchläuft einen technologischen Wandel. Renault möchte die Interaktion mit seinem Infotainmentsystem OpenR Link durch die Integration des KI-Assistenten der nächsten Generation, Gemini, verbessern. Der französische Automobilhersteller ersetzt schrittweise den Google Assistant, der zuvor das Herzstück des fahrzeuginternen Ökosystems bildete, durch Gemini, um eine natürlichere und kontextbewusstere Sprachinteraktion zu ermöglichen.

Renault positioniert Gemini als digitalen Copiloten, der bei der Navigation hilft, komplexe Fragen beantwortet und über Sprachsteuerung bestimmte Fahrzeugfunktionen bedient. Während der Google Assistant zuvor hauptsächlich strukturierte Befehle ausführte, versucht Gemini, eine dialogorientiertere Interaktionslogik einzuführen, die kontinuierliche, komplexe Anfragen verstehen und verarbeiten kann. Beispielsweise kann ein Nutzer in einem fließenden Gespräch das Fahrzeug auffordern, unterwegs Ladestationen zu suchen, die Klimaanlage basierend auf der Wettervorhersage am Zielort anzupassen und nahegelegene Cafés zu empfehlen.
Renault gibt an, dass Gemini für die gesamte in Europa erhältliche Modellpalette von Twingo bis Rafale geeignet ist. Nutzer können die Funktion über ein kostenloses Over-the-Air-Update (OTA) erhalten und selbstständig entscheiden, ob sie diese von Google bereitgestellte KI aktivieren möchten. Das System wird seine Funktionen durch nachfolgende OTA-Updates kontinuierlich erweitern, mehr Sprachen unterstützen und die Fähigkeiten des KI-Assistenten verbessern, ohne dass das Fahrzeug zu einem Händler gebracht werden muss.
Im Bereich der fahrzeuginternen KI ist Renault nicht der einzige Akteur. Tesla hat bereits den von xAI entwickelten Grok AI in seine Fahrzeuge integriert, dessen Stil mit der Marken-DNA von Elon Musk harmoniert. Gleichzeitig haben Marken des Stellantis-Konzerns wie Peugeot, Citroën und Alfa Romeo in einigen Modellen ChatGPT als Fahrassistenten neben Navigation und Medienunterhaltung integriert.









