de.wedoany.com-Bericht: Die Meyer Werft in Papenburg und MSC Cruises haben sich optimistisch geäußert, die Verhandlungen über einen milliardenschweren Kreuzfahrtauftrag in den kommenden Wochen erfolgreich abschließen zu können. Im Februar hatte MSC Cruises erklärt, eine Einigung bis Ende Juni anstreben zu wollen. Ende letzten Jahres unterzeichnete MSC Cruises mit der staatlich gestützten Meyer Werft eine Absichtserklärung über einen Großauftrag im Wert von bis zu 10 Milliarden Euro, der den Bau von vier bis sechs Kreuzfahrtschiffen vorsieht. Dieser Auftrag könnte die Auslastung der Meyer Werft bis 2035 sichern.
Die Meyer Werft hatte sich 2024 durch Kapitalzuführungen und Kreditunterstützungen der deutschen Bundesregierung und des Landes Niedersachsen, die jeweils 40 % der Anteile übernahmen, aus ihrer finanziellen Schieflage befreit. Sollte dieser Auftrag endgültig zustande kommen, wäre die Auslastung der Werft bis Mitte des nächsten Jahrzehnts gesichert. Beide Seiten gaben an, dass die Detailplanung und die Vertragsverhandlungen bereits weit fortgeschritten seien und der endgültige Vertrag eine Reihe komplexer Vertragsdokumente umfassen werde. MSC Cruises hatte zuvor erklärt, dass die neuen Schiffe mit einem Flüssigerdgas-Antriebssystem ausgestattet sein und über Umwelttechnologien wie Landstromanschluss und Abwärmerückgewinnung verfügen sollen, um die Betriebseffizienz zu steigern.
Die Meyer Werft betonte ihrerseits, dass die Auftragsvergabe dem Unternehmen eine langfristige Planungssicherheit biete, zur Stabilisierung der Beschäftigung und des technischen Teams beitrage und gleichzeitig die Entwicklung der lokalen Lieferkette fördere. Die Meyer Werft verfüge über umfangreiche Erfahrung im Bau großer Kreuzfahrtschiffe, und diese Zusammenarbeit werde die technologische Ausrichtung des Unternehmens im High-End-Kreuzfahrtmarkt fortsetzen.









