de.wedoany.com-Bericht: Statkraft hat bei der norwegischen Wasserressourcen- und Energiebehörde (NVE) einen Genehmigungsantrag eingereicht, um das seit Jahren in Rjukan in der Gemeinde Tinn betriebene Wasserkraftwerk Mår in eine neue unterirdische Anlage umzuwandeln, die etwa 1000 Meter weiter in den Berg hinein verlegt werden soll. Dieses Projekt ist eine der größten Investitionen von Statkraft in Norwegen und ein zentraler Bestandteil des Modernisierungsprogramms für die Wasserkraftanlagen des Unternehmens.
Laut Planung soll die installierte Leistung des Kraftwerks von derzeit 180 Megawatt auf 520 Megawatt fast verdreifacht werden; die jährliche Stromerzeugung steigt von etwa 1140 Gigawattstunden auf rund 1300 Gigawattstunden. Um ein größeres Gefälle und eine schnellere Stromabgabe zu erreichen, wird der Einlauf zum Kalhovd-Stausee und der Auslauf zum Tinnsjøen verlegt. Im Plan ist zudem eine Erweiterungsoption für Pumpspeicher vorgesehen, die die Gesamtleistung in Zukunft auf 1040 Megawatt erhöhen könnte. Während der Bauphase müssen etwa 40 Kilometer Tunnel ausgehoben werden, was große Mengen an Gestein produziert. Statkraft führt derzeit Gespräche mit der Gemeinde Tinn und der Provinz Telemark über die Wiederverwendung des Gesteins. Das Unternehmen gibt an, dass das Projekt keine neuen Stauseen errichten oder Flüsse umleiten wird, jedoch Auswirkungen auf die lokale Naturlandschaft haben wird; als Ausgleichsmaßnahme ist der Bau von zwei Wildrentierdurchgängen geplant, um deren historische Wanderrouten wiederherzustellen. Der Gesamtinvestitionsrahmen des Projekts beträgt 9 Milliarden Norwegische Kronen; bei einer Umsetzung des Pumpspeicherteils sind zusätzliche Investitionen von etwa 5 Milliarden Norwegische Kronen erforderlich. Die endgültige Lösung steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden. Anschließend wird Statkraft auf Grundlage der Rentabilität des Projekts die endgültige Investitionsentscheidung treffen, bei der entweder eine Modernisierung oder ein vollständiger Austausch der bestehenden Anlagen in Betracht gezogen werden könnte.









