Chinas Pengcheng-Labor „Pengcheng Cloudbrain III“ erobert die globale IO500-Speicher-Doppelspitze
2026-06-30 16:12
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de.wedoany.com-Bericht: Am 24. Juni veröffentlichte die International Supercomputing Conference (ISC26) in Hamburg, Deutschland, die neueste Ausgabe der globalen IO500-Speicherleistungsrangliste. Das chinesische Pengcheng-Labor „Pengcheng Cloudbrain III“ erreichte mit 603.334 Punkten den ersten Platz sowohl in der globalen Gesamtwertung als auch in der Forschungswertung der IO500 und stellte damit einen neuen Weltrekord auf. Offiziellen Angaben des Pengcheng-Labors zufolge handelt es sich um den zwölften Sieg in Folge auf der IO500-Strecke. „Pengcheng Cloudbrain III“ führte auf Basis der langjährigen Spitzenposition von „Pengcheng Cloudbrain II“ eine neue Systemiteration durch und errang erstmals den Doppelsieg in der globalen Gesamt- und Forschungswertung der IO500.

Die IO500-Rangliste misst hauptsächlich die Speicher-Eingabe-/Ausgabeleistung von Hochleistungsrechnersystemen. Nachdem das Training und die Inferenz großer KI-Modelle in größere Maßstäbe vorgedrungen sind, müssen Speichersysteme gleichzeitig hohe Bandbreiten, große Dateien und den Zugriff auf eine Vielzahl kleiner Dateien bewältigen. Reine Rechenleistung reicht nicht mehr aus, um die Effizienz des Gesamtsystems zu gewährleisten.

Der diesmalige Vorstoß von „Pengcheng Cloudbrain III“ zielte auf die neuen Speicherlasten im KI-Zeitalter ab. Das Pengcheng-Labor erklärte, dass mit dem Eintritt der KI in das Zeitalter der Agenten die Anwendungen großer Modelle neue Anforderungen an den Speicher stellen – von „großen IOs, großer Bandbreite“ hin zu „Milliarden kleiner IOs, hoher IOPS“. Die traditionelle ausgewogene Auslegung von Hochleistungsspeichern muss daher angepasst werden. Das System setzt innovativ auf eine Architektur mit getrennter Steuerung und Daten sowie I/O-Direktverbindung. Durch die gemeinsame Nutzung von Netzwerkkarten zur Bandbreitenerweiterung und die direkte Verbindung von DPU-Daten mit SSD-Endgeräten werden Datenübertragungsverluste reduziert, und der Durchsatz pro Einheit erreicht 500 GB/s. Einem Bericht der Science and Technology Daily zufolge dient diese Architektur dazu, Verzögerungen und Ruckeln bei der Datenübertragung von Supercomputern zu beheben und die Aufrüstung der heimischen Hochleistungsspeichertechnologie zu unterstützen.

Die IO500-Forschungsrangliste konzentriert sich stärker auf zukunftsweisende technologische Ansätze. Dass „Pengcheng Cloudbrain III“ gleichzeitig die Spitze der Gesamt- und der Forschungswertung erklomm, zeigt, dass seine Leistung nicht nur auf der Stapelung einzelner Hardwarekomponenten beruht, sondern auch Systemdesigns für die nächste Generation von KI-Lasten umfasst.

Der Engpass hochmoderner intelligenter Rechensysteme liegt nicht nur bei GPUs, NPUs oder CPUs. Beim Training großer Modelle, der Ausführung von Multi-Agenten-Aufgaben und der Verarbeitung multimodaler Daten müssen die Rechenknoten häufig Parameter, Stichproben, Kontrollpunkte und Zwischenergebnisse auslesen. Wenn das Speichersystem nicht mithalten kann, kommt es im Rechencluster zu Wartezeiten, Überlastungen und einer sinkenden Auslastung. Eine Verbesserung der IO500-Ergebnisse spiegelt direkt den Durchbruch des Systems bei Lese-/Schreibdurchsatz, Metadatenverarbeitung, gleichzeitigem Zugriff und der gesamten Eingabe-/Ausgabe-Effizienz wider. Nachdem „Pengcheng Cloudbrain III“ den Rekord von 603.334 Punkten aufgestellt hat, haben Chinas hochmoderne intelligente Rechensysteme neue internationale Maßstäbe für die Speicher-Subsysteme, Datenpfade und die technische Kooperationsfähigkeit erhalten.

Der Doppelsieg von „Pengcheng Cloudbrain III“ setzt auch die Investitionen Shenzhens in den Aufbau intelligenter Rechen-infrastruktur fort. Das Pengcheng-Labor als eine der nationalen strategischen Wissenschafts- und Technologiekräfte forscht seit langem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Netzwerkkommunikation und neuartige Rechensysteme.

Da KI-Anwendungen vom Modelltraining hin zu Agenten, wissenschaftlichem Rechnen, autonomem Fahren, intelligenten Städten und industrieller Intelligenz fortschreiten, wird die Speicherleistung weiterhin die Gesamteffizienz von Rechenzentren beeinflussen. Je größer der Rechencluster, desto höher der Druck durch Datentransport, Aufgabenplanung, Modell-Checkpoint-Speicherung und parallele Aufgabenausführung. Mit dem Doppelsieg von „Pengcheng Cloudbrain III“ auf der IO500-Rangliste haben heimische Hochleistungsspeichersysteme neue international vergleichbare Ergebnisse erzielt und bieten gleichzeitig technische Muster für nachfolgende Trainingsplattformen großer Modelle, heimische intelligente Rechencluster und den Aufbau branchenspezifischer KI-Infrastruktur. Die nächsten Schwerpunkte werden auf dem offenen Nutzungsumfang des Systems, der Leistung bei realen Aufgabenlasten, der Kooperationsfähigkeit heimischer Hard- und Software sowie der Frage liegen, ob die relevanten Technologien in weiteren Rechenzentren repliziert und eingesetzt werden können.

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