de.wedoany.com-Bericht: Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) unterstützt die Hochschule Mannheim mit einer Förderung für das Lehrprojekt „Autonome Prozessoptimierung, Ontologie und NMR“. Christian Hartz, Standortleiter der Evonik Operations GmbH, einem Mitgliedsunternehmen des Verbands der Chemischen Industrie Baden-Württemberg (VCI BW), und Carola Maute-Stephan, Geschäftsführerin des VCI BW, übergaben den Scheck symbolisch an den Projektleiter Prof. Thorsten Röder vom Institut für Prozess- und Chemieingenieurwesen.
Christian Hartz betonte bei der Spendenübergabe, dass die Chemie- und Pharmaindustrie einen tiefgreifenden technologischen Wandel durchlebe. Daher sei es für die Branche von entscheidender Bedeutung, dass Studierende bereits während ihres Studiums mit modernen Methoden wie Prozessentwicklung, Automatisierung und Datenanalyse in Kontakt kämen. Als Arbeitgeber wolle die Industrie die Modernisierung der Hochschullehre kontinuierlich vorantreiben, um junge Talente auf die Anforderungen der industriellen Praxis vorzubereiten. Carola Maute-Stephan unterstrich, dass die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Branche maßgeblich von hervorragend ausgebildeten Fachkräften abhänge. Daher unterstütze die Chemie- und Pharmaindustrie gezielt Projekte, die neueste technologische Entwicklungen in die Hochschullehre integrierten.
Das geförderte Projekt zielt darauf ab, Studierenden praxisorientierte moderne Methoden der chemischen Prozessentwicklung zu vermitteln. Zu den Kerninhalten gehören die Prozessanalytik mittels eines Tisch-NMR-Systems (Bench-Top-NMR) sowie das Konzept der autonomen Prozessoptimierung. Im Rahmen des Projekts werden chemische Reaktionen kontinuierlich analysiert und mithilfe digitaler Werkzeuge eigenständig optimiert, um Forschungs- und Entwicklungsprozesse in der Industrie schneller und effizienter zu gestalten. Evonik Operations arbeitet bereits über das VIVET-Projekt mit der Hochschule Mannheim bei der Optimierung chemischer Prozesse zusammen; Dr. Michael Nonnenmacher, der Projektleiter, nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil.
Anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens hat der vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) eingerichtete Fonds der Chemischen Industrie (FCI) ein bundesweites Sonderförderprogramm aufgelegt, um die Datenwissenschaften in der Chemieausbildung zu stärken. Hierfür stehen knapp 1,6 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen innovative Lehrkonzepte an Hochschulen und Universitäten unterstützt werden. Baden-Württemberg profitiert besonders von dieser Förderung: Sechs Einrichtungen im Land erhalten Zuschüsse, darunter die Universitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz und Ulm sowie die Hochschule Mannheim. Ein überdurchschnittlicher Anteil der bundesweiten Fördermittel fließt in den Südwesten. Ziel der Förderung ist es, Studierende auf die Anforderungen der zunehmend digitalisierten Chemie- und Pharmaindustrie vorzubereiten und Themen wie Datenmanagement, digitales Labor und moderne Datenanalyse stärker in die Lehre zu integrieren. Seit 1950 unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie die Forschung und Lehre an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, fördert darüber hinaus wissenschaftliche Tagungen sowie Kooperationsprojekte zwischen Hochschulen und Gymnasien, etwa in der Chemiedidaktik und im Mentoring.










