de.wedoany.com-Bericht: Die Provinzregierung des Westkaps gab diese Woche bekannt, dass sie mit der südafrikanischen Transportnetzgesellschaft (Transnet) und Branchenakteuren zusammenarbeitet, um die Betriebsleistung des Hafens von Kapstadt vor der Exportsaison zu verbessern. Ziel ist es, eine Wiederholung der Situation der letzten Saison zu verhindern, in der Hafenprobleme dazu führten, dass große Mengen an Tafeltrauben in andere Provinzen umgeleitet wurden.
Nach Angaben der südafrikanischen Tafeltraubenindustrie-Vereinigung (SATI) sank der Anteil der Tafeltraubenexporte über den Hafen von Kapstadt in der letzten Exportsaison aufgrund von Überlastung und Betriebsstörungen von 90 % in der Vorsaison auf 76 %. Gleichzeitig stieg der Anteil der über die Häfen der Ostkap-Provinz abgewickelten Exporte von 6 % auf 21 %. Schätzungen zufolge wurden rund 55.000 Tonnen Tafeltrauben aus dem Westkap letztendlich über die Häfen der Ostkap-Provinz umgeleitet. In einer gemeinsamen Erklärung von SATI, Hortgro und dem Fresh Produce Exporters‘ Forum (FPEF) wurden die zusätzlichen Logistikkosten und Einnahmeverluste für die Tafeltraubenindustrie durch diese Betriebsstörungen auf rund 3,2 Milliarden Rand geschätzt.
Ivan Meyer, Minister für Landwirtschaft, wirtschaftliche Entwicklung und Tourismus des Westkaps, erklärte, dass die Verzögerungen und Umleitungen der letzten Saison eine untragbare finanzielle Belastung für Erzeuger und Exporteure darstellten. Meyer wies darauf hin, dass eine erneute kostspielige Umleitung landwirtschaftlicher Produkte in andere Provinzen nicht zugelassen werden dürfe. Jede Verzögerung und Umleitung untergrabe die Rentabilität der landwirtschaftlichen Betriebe, gefährde die Exportwettbewerbsfähigkeit und setze Arbeitsplätze in der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette aufs Spiel.
Die Provinzregierung des Westkaps hat vier vorrangige Interventionsbereiche festgelegt, um die Zuverlässigkeit der Häfen in der kommenden Exportsaison zu verbessern. Dazu gehören die Steigerung der Anlagenzuverlässigkeit, die Verbesserung des Personal- und Betriebsmanagements, die Stärkung der Kommunikation zwischen den Interessengruppen sowie die Umsetzung von Notfallmaßnahmen zur Reduzierung von Betriebsstörungen.









