de.wedoany.com-Bericht: Die brasilianische Energieagentur (EPE) hat eine Studie zu einer bis zu 4 Gigawatt (GW) hohen zusätzlichen energieintensiven Last im Nordosten Brasiliens veröffentlicht. Die Studie deckt Szenarien wie industrielle Elektrifizierung, Elektromobilität, Rechenzentren und grünen Wasserstoff ab und liefert entsprechende Übertragungslösungen zur Förderung von Investitionen.
EPE-Präsident Thiago Prado erklärte während der Konferenz EVEx Brasil 2026 in João Pessoa (Bundesstaat Paraíba), dass die Spitzenlast im Nordosten etwa 16 GW betrage und 4 GW in diesem potenziellen Expansionsszenario eine bedeutende Rolle spielten. Er erläuterte, dass die Studie speziell für die Last von grünem Wasserstoff modelliert wurde, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Energieforschung (Cepel) und Herstellern von Elektrolyseanlagen. Dies erhöhe die Reife der Übertragungsplanung, trage zur Verringerung von Informationsasymmetrien bei und biete den Investoren mehr Sicherheit.
Prado betonte, dass Rechenzentren derzeit auf die politische Definition namens Redata warteten, die als entscheidender Auslöser für Investitionsentscheidungen in der Region angesehen werde. Er wies darauf hin, dass Effizienzindizes und Wasserverbrauch die regionale Verteilung der Last beeinflussen könnten. Das Umleitungsprojekt des São Francisco-Flusses versorge den Nordosten mit wichtigen Wasserressourcen, während Effizienzindizes dazu beitrügen, Konflikte bei der Wassernutzung zu vermeiden. Darüber hinaus seien Steuerfragen und die Verfügbarkeit von Telekommunikation notwendige Voraussetzungen für die Anziehung von Investitionen. Redata biete die Gelegenheit, die Diskussion aus steuerlicher Sicht zu optimieren.
Die EPE hat sich seit 2023 in ihrer Größe verdoppelt und führt jährlich über 300 Studien durch. Auf der EVEx-Konferenz wurde sie als führende Organisation ausgezeichnet. Das Unternehmen erschloss neue Wissensgebiete wie Datenwissenschaft, richtete das Nationale Observatorium zur Beseitigung von Energiearmut (Obepe) ein und lieferte Ergebnisse wie das unabhängige System (Pasi). Die Studie prognostiziert einen zusätzlichen Strombedarf der relevanten Industrien zwischen 800 und 1.100 Terawattstunden (TWh). Prado erklärte, dass nun die Verbrauchs- und Kostendaten des unabhängigen Systems heruntergeladen werden könnten und Lösungen mit niedrigeren Kosten vorgeschlagen würden, die an die Energiewende angepasst seien.
In Bezug auf die Übertragungstechnologie präsentierte die EPE Lösungen wie VSC (Voltage Source Converter) und SSSC (Static Synchronous Series Compensator), die die Systemflexibilität erhöhen und die Betriebskosten (CMO) sowie die Kosten für die Verbraucher senken.










