de.wedoany.com-Bericht: Vier Solarforscher schlagen im Magazin Nature eine Schmelzsalz-Wärmespeicherlösung vor, um das 2,2 Milliarden US-Dollar teure Ivanpah Solar Electric Generating System in Kalifornien zu retten.

Das Kraftwerk liegt in der Mojave-Wüste, hat eine Auslegungsleistung von 392 Megawatt und verfügt über 173.500 Heliostaten, nutzt jedoch ein direktes Dampfsystem. Bei bewölktem Wetter schaltet das System abrupt ab und muss mit Erdgas neu gestartet werden. Die Stromerzeugung konzentriert sich zudem auf die sonnenreichen Stunden mit den niedrigsten Strompreisen, was zu einer schwerwiegenden wirtschaftlichen Fehlanpassung an das moderne Stromnetz führt. Die großen Versorgungsunternehmen Pacific Gas and Electric (PG&E) und Southern California Edison versuchten, die Verträge vorzeitig zu kündigen, doch die California Public Utilities Commission lehnte dies mit der Begründung ab, dass grüne Energie in Zeiten angespannter Stromversorgung nicht abgebaut werden dürfe.
Die Studie zeigt, dass die Verfügbarkeit der Spiegel von Ivanpah bei über 92 % liegt – das Problem liegt im wasserbasierten Receiver. Der Vorschlag sieht vor, den direkten Dampfturm durch einen Schmelzsalz-Receiver zu ersetzen und ein Zweitank-Schmelzsalzsystem zu installieren, das die Wärmespeicherkapazität auf 12 Stunden erhöht. Da flüssiges Nitrat Wärme weitaus besser aufnehmen und speichern kann als Wasser, könnte das Kraftwerk durch diese Aufrüstung die Mittagshitze speichern und nach Sonnenuntergang während der Spitzenlastzeiten Strom liefern. Nach der Umrüstung würde die interne Rendite des Kraftwerks um 30 % steigen.
Hintergrund dieser Umrüstung ist, dass die Internationale Energieagentur (IEA) für 2025 einen Anstieg des weltweiten Stromverbrauchs von Rechenzentren um 17 % bei einem Gesamtstromzuwachs von nur 3 % prognostiziert, wobei der Stromverbrauch im KI-Bereich um 50 % steigt. Der Widerspruch zwischen wachsender Stromnachfrage und traditioneller Stromerzeugung verschärft sich zunehmend. Dieser Fall zeigt, dass die grüne Transformation Energiespeicherung und Stromerzeugung gleichberechtigt priorisieren muss. Die Modernisierung bestehender grüner Technologie-Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle für die Stabilisierung des Stromnetzes und die Erreichung der Klimaziele.










